Sendung vom Donnerstag, 23.2. | 23.45 Uhr | SWR Fernsehen
Zwei Berliner Radiofrauen, zwei mitreißende und grundverschiedene Bücher: Marion Brasch schreibt über ihre "fabelhafte Familie", Annika Reich über einen genauso fabelhaften Wohnungstausch.
Marion Brasch: "Ab jetzt ist Ruhe"
Marion Brasch wurde 1961 in Berlin geboren. Nach dem Abitur arbeitete die gelernte Schriftsetzerin in einer Druckerei, bei verschiedenen Verlagen und beim Komponistenverband der DDR. 1987 begann sie als Musikredakteurin beim Jugendsender DT64 und ist heute als freie Rundfunkjournalistin und -moderatorin bei radioeins (RBB) tätig. "Ab jetzt ist Ruhe" ist ihr erster Roman.
"Ab jetzt ist Ruhe" hat die Mutter abends gesagt. Das blieb ein frommer Wunsch - beim Abendritual genauso wie im ganzen Leben. "Ab jetzt ist Ruhe" ist so zum Titel eines Romans geworden über eine Familie, die nicht zur Ruhe kommen konnte.
Der Vater Horst Brasch war stellvertretender Kulturminister der DDR, sein ältester Sohn Thomas Brasch wurde als Schriftsteller schon zu Lebzeiten Legende ("Vor den Vätern sterben die Söhne"). Die jüngste Tochter Marion Brasch, bekannt als Berliner Radiomoderatorin, schreibt über die Befreiungsversuche einer, wie sie es nennt, "fabelhaften Familie".
Annika Reich: "34 Meter über dem Meer"
Geboren 1973 in München, lebt heute in Berlin. Studium der Ethnologie und Philosophie an der FU Berlin. Sie arbeitet als Lehrbeauftragte an Universitäten in Berlin, Hamburg, Freiburg. Außerdem ist sie seit 2009 als publizistische Mitarbeiterin bei der Malerin Katharina Grosse tätig. 2003 erschien die Erzählung "Teflon"
Eigentlich war das gar nicht der Plan, aber einen anderen Plan gab es halt auch nicht für dieses Wochenende: Erst fällt Ella eine Fahrradkurierin auf die Füße, dann findet sie einen Aushang, in dem Herr Horowitz seinen Stilaltbau in bester Lage zum Tausch anbietet.
Und so zieht Ella kurzentschlossen von Mitte nach Charlottenburg, und Horowitz aus seiner großbürgerlichen Bücherwüste in die lebendige Mitte. Annika Reich, ebenfalls Autorin und Radiomacherin aus Berlin, zitiert am Anfang ihres Romans Gottfried Benn: "Alles ist Ufer. Ewig ruft das Meer."
Letzte Änderung am: 16.01.2012, 12.08 Uhr