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Donnerstag, 6. November 2014

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Felicitas von Lovenberg im Gespräch
mit Bernhard Schlink und Raoul Schrott

23:15 - 23:45 Uhr | Felicitas von Lovenberg empfängt Bernhard Schlink, der mit "Der Vorleser" einen Welterfolg geschrieben hat und nun seinen neuen Roman vorstellt: "Die Frau auf der Treppe" - eine Dreiecksgeschichte, in deren Mittelpunkt ein real existierendes Bild von Gerhard Richter steht. - Raoul Schrott, Lyriker, Literaturwissenschaftler, Autor und Übersetzer stellt drei Bücher vor, die sein Leben besonders beeinflusst haben.weniger Felicitas von Lovenberg empfängt Bernhard Schlink, der mit "Der Vorleser" einen Welterfolg geschrieben hat und nun seinen neuen ...mehr

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lesenswert - Über uns

Felicitas von Lovenberg

Felicitas von Lovenberg studierte Neuere Geschichte in Bristol und Oxford, 1994 bekam sie durch ein Praktikum bei Christie's in New York erste Einblicke in die Ware Kunst. Sie begann im Juli 1998 als Redakteurin im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, zunächst im Ressort Kunstmarkt. 2001 wechselte sie in die Literaturredaktion, wo ihre Aufmerksamkeit vor allem angelsächsischen Autoren galt. Seit 1. November 2008 ist sie für das Ressort Literatur und Literarisches Leben verantwortlich – und ist damit die erste Literaturchefin der F.A.Z.

Als Autorin hat sie gerade im S. Fischer Verlag ihr neues Sachbuch veröffentlicht: „Und plötzlich war ich zu sechst“ – über Patchwork-Familien im Allgemeinen und im Besonderen.

Ihre Tätigkeit als Moderatorin im SWR Fernsehen begann Felicitas von Lovenberg im November 2008. Im Wechsel mit Thea Dorn moderierte sie die Sendung "Literatur im Foyer" im SWR Fernsehen, seit September 2013 die Sendung "lesenswert": "Lesen ist ein herrlicher, aber notwendig einsamer Zeitvertreib. Erst durch das Gespräch mit Schriftstellern und Künstlern wird das Glück des Lesens teil- und mitteilbar. In diesem Sinne ist es für mich eine Ehre und eine Freude, als Gastgeberin von „lesenswert“ solche Bücher und Menschen einzuladen, die für das Publikum hoffentlich ebenso anregend, belebend und spannungsvoll sind wie für mich.“

Denis Scheck

Denis Scheck wurde 1964 in Stuttgart geboren, lebt heute in Köln. Er studierte Germanistik, Zeitgeschichte und Politikwissenschaft in Tübingen, Düsseldorf und Dallas, arbeitete als literarischer Agent, Übersetzer und Herausgeber (u.a. von Michael Chabon, Robert Stone, Harold Brodkey, Ruth Rendell, David Foster Wallace) und freier Kritiker und ist seit 1996 Literaturredakteur im Deutschlandfunk.

Er ist Herausgeber der "Mare-Bibliothek" und hat diverse Sachbücher veröffentlicht, zuletzt, zusammen mit Eva Gritzmann: "Sie & Er: der kleine Unterschied beim Essen und Trinken“ und „Kurt Vonnegut".

Seit über zehn Jahren ist er Moderator von "druckfrisch" im Fernsehen (ARD). Davor debütierte Denis Scheck bereits in der Literatursendung des SWR "Schümer & Scheck", in der er zusammen mit Dirk Schümer Autorengespräche im Wohnzimmer führte.

Ab September 2014 tritt Denis Scheck die Nachfolge von Thea Dorn an und moderiert im Wechsel mit Felicitas von Lovenberg die Sendung "lesenswert": "Kann es Schöneres geben, als anregende Lektüren für neugierige Leser zu finden und in einer der traditionsreichsten und zugleich innovativsten Literatursendungen im deutschen Fernsehen die Spreu vom Weizen der Literatur zu trennen? Mit großer Vorfreude sehe ich daher dem schönsten Amt neben dem des Papstes und der Suche nach Germany’s Net Top Novel im SWR bei 'lesenswert' entgegen."

"lesenswert sachbuch" präsentiert von Walter Janson

Fünfmal im Jahr stellt Walter Janson lesenswerte Sachbücher vor. Es ist die ganz individuelle Auswahl eines leidenschaftlichen Lesers. Dazu empfängt er in "lesenswert sachbuch" jeweils einen Autor. Er spricht mit ihm über sein aktuelles Buch und stellt ihn auch persönlich vor. Daneben gibt Janson Tipps zu weiteren Büchern, die man unbedingt gelesen haben sollte. Walter Janson: "Ich spreche nur darüber, was sich meiner Meinung empfiehlt."

Das journalistische Handwerk hat Walter Janson beim "Straubinger Tagblatt" und der "Deutschen Tagespost" erlernt. Danach arbeitete er für den SWF, heute SWR, im Hörfunk und Fernsehen. Seit vielen Jahren ist er in leitender Funktion tätig und immer wieder mit Büchern beschäftigt. Für PHOENIX entwickelte und präsentierte er die Reihe "Schrifttypen" für das SWR-Fernsehen "besser lesen". Seit 2014 empfängt er seine Gäste bei "lesenswert sachbuch".

Über uns

lesenswert

Seit Herbst 2013 gibt es im SWR Fernsehen die neue Büchersendung "lesenswert".

Die Moderatoren Felicitas von Lovenberg und Denis Scheck stellen Autoren und ihre Bücher im Gespräch vor. Die Sendung wird regelmäßig im KUZ in Mainz aufgezeichnet.

Neu sind interessante Zeitgenossen, die ihr "Leben in drei Büchern" vorstellen,
neu ist der "lesenswert"-Fragebogen, mit dem sich Schriftsteller von ihrer privaten Seite zeigen,
neu der Steckbrief, mit dem Autoren und Buchinhalte vorgestellt werden,
neu ist der Aufzeichnungsort, das Kulturzentrum in Mainz (KUZ). Hier haben wir die Möglichkeit, Gespräche nicht nur auf einer Bühne frontal zu führen, sondern mitten im Publikum an wechselnden Orten,
und neu ist die Produktionsweise: die Abendveranstaltung ist nur noch ein Teil der fertigen Sendung, am Ende entscheidet der Schnitt.

Regisseur Norik Stepanjan zeichnet für den neuen Look.
Das Ziel: weg von einer reinen Veranstaltungssendung hin zu einem filmischeren Format - freier, überraschender, unterhaltsamer - kurz: eine literarische Wundertüte!
Dazu: Viermal im Jahr trifft sich das „lesenswert-quartett“ – ein lebhafter Disput um Bücher mit abwechselnd moderiert von Felicitas von Lovenberg und Denis Scheck.
Und: Seit Februar 2014 moderiert Walter Janson alle vier Wochen die Sendung "lesenswert - sachbuch".

Sendezeiten

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Donnerstags
23.15 Uhr
SWR Fernsehen

Wiederholungen

Sonntags
08.45 Uhr
SWR Fernsehen

nächste Sendung: SWR Fernsehen
06.11.2014 | 23:15 Uhr

Sonntag, 26.10.2014

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Im Programm

Die weltberühmte Schauergeschichte "Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde" hat sein Schöpfer, der schottische Schriftsteller Robert Louis Stevenson, buchstäblich erträumt. Und er hat damit den Nerv der Zeit getroffen, denn nur in wenigen Tagen im Oktober 1885 geschrieben, wurde seine Erzählung zum Bestseller, als er mit seinem Jugendroman "Die Schatzinsel" bereits erfolgreicher Schriftseller war. Zunächst gibt es nur Dr. Henry Jekyll, ein Arzt im viktorianischen London, der die Doppelnatur des Menschen ergründen will. Mit Hilfe eines Elixiers gelingt es ihm, die böse Seite seines Wesens abzuspalten. Unter einem anderen Namen, als Edward Hyde, verübt dieser Doppelgänger Missetaten. Davon waren schon Thomas Mann und Vladimir Nabokov fasziniert, die darüber nachgedacht und geschrieben haben. Bis heute dient diese Geschichte als Inspirationsquelle und Vorlage für unzählige Bearbeitungen - in der Literatur, auf der Bühne, in Film und Fernsehen, sogar für Comics und Zeichentrickfilme. Jekyll und Hyde - fast jeder kennt die Doppelgänger, selbst wenn er die eigentliche Geschichte nicht gelesen hat. Dieses Namenspaar ist zu einer treffenden Formel geworden, zum Mythos - vor allem durch das Kino. Es gibt an die 100 Verfilmungen weltweit, die erste stammt aus dem Jahr 1908. Ob im deutschen Stummfilm des Expressionismus, in Jean Renoirs Adaption "Das Testament des Dr. Cordelier" mit dem Tänzer Jean-Louis Barrault oder in einem knallbunten US-Film von und mit Jerry Lewis aus den 60er Jahren, immer erhält das Böse ein zeittypisches Gesicht. Neben zahlreichen Adaptionen bleiben auch Parodien nicht aus, schon in den 20er Jahren gibt es einen Film mit Stan Laurel und 1948 eine Comicversion der beliebten Zeichentrickfilmserie "Tom und Jerry". Aber auch über den rein kulturellen Kontext hinaus macht etwa Sebastian Haffner davon Gebrauch, wenn er seine Studie über die gewöhnlichen Deutschen in den ersten Jahren von Nazi-Deutschland "Jekyll und Hyde" nennt. Das Phänomen, das mit Stevensons Novelle einen unauslöschlichen Namen bekommen hat und seitdem immer wieder im Zusammenhang mit Gut und Böse zitiert wird, nimmt Artem Demenok in seiner Dokumentation unter die Lupe. Er entdeckt überdies etwas Erstaunliches - dass der bösartige Hyde immer mehr zu einem Gentleman mutiert und das Böse damit nahezu unsichtbar wird.
Die Schweizer Psychologin Verena Kast, der Literaturwissenschaftler Michael Maar und der Kriminalist und Buchautor Stephan Harbort erweitern den Blick auf das menschliche Phänomen, indem sie mit ihren Augen das ewig aktuelle Thema von Gut und Böse betrachten.