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Reise und Freizeit Golf für Jedermann

aus der Sendung vom Montag, 2.6.2008 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Golf spielen liegt im Trend – mehr als eine halbe Million Anhänger hat diese Sportart inzwischen in Deutschland, und es werden immer mehr. Allein in Rheinland-Pfalz gibt es 27 Golfclubs.
Das Image vom teuren Altherrensport hat Golf inzwischen abgelegt, die Hälfte aller Golfspieler ist unter 50. Um das zum Teil elitäre Image loszuwerden, leisten viele Clubs Jugendarbeit und bieten Einsteigern preiswerte Möglichkeiten – vom Schnupperkurs bis zur Jahresmitgliedschaft. Auch die Ausrüstung ist nicht mehr unerschwinglich, vor kurzem gab es Golfbälle sogar beim Discounter.

Gesunder Sport für alle Altersgruppen

Einige Vorteile des Sports liegen auf der Hand: Viele sind von dem großen und weitgehend naturbelassenen Spielfeld angetan. Als Golfspieler ist man den ganzen Tag draußen und trifft Menschen. Man braucht aber nicht unbedingt Mitspieler, ist daher unabhängig. Denn eigentlich spielt man gegen den Platz und versucht, mit möglichst wenig Schlägen den Ball ins Loch zu bringen, und sich selbst zu verbessern.

Eine Altersbeschränkung gibt es beim Golf eigentlich nicht – es eignet sich auch für ältere Menschen. Die Herz-Kreislauf Belastung bei Golf ist nicht sehr hoch, aber immerhin werden auf einem 18 Loch Platz in etwa vier Stunden gut 8,5 km zurückgelegt. Bei vier Stunden Golfen verbrennt man genau so viel Kalorien wie bei einer Stunde Joggen. Golf ist deshalb ein ziemlich gesunder Sport, der auch die Konzentration und den Stressabbau fördert. Man braucht allerdings Zeit.

Golfplätze

Um einen Platz benutzen zu können, muss man Mitglied in einem Golfclub sein. Die meisten Clubs geben aber auch Tagesgästen die Möglichkeit, auf dem Platz zu spielen. Vorher muss man allerdings in einem Kurs die Platzreife oder Platzerlaubnis erwerben, oder zumindest einen Schnupperkurs besuchen. Die Platzreife gilt dann erst mal für den eigenen Platz, ein anderer Club muss sie nicht anerkennen. Oft benötigt man ein Handicap – das ist ein Nachweis der Spielstärke, auf der man spielt. Und der wird vom Golfverband vergeben.

Schläger

An Spielgeräten gibt es ganz verschiedene Modelle, die man für unterschiedliche Schläge benötigt:

  • ein Holz für den Abschlag – auch wenn der Schlägerkopf heute meist nicht mehr aus Holz ist sondern aus Kunststoff
  • ein Eisen für die mittellangen Schläge
  • ein Hybrid, eine Mischung aus Eisen und Holz
  • Wedges – das sind die Schläger für die kurzen Schläge
  • ein Putter, mit dem der Ball ins Loch gerollt wird

Bälle

Beim Ball sollte man darauf achten, aus welchen Material er ist, denn das bestimmt die Flugeigenschaften. Außerdem steht immer eine Nummer auf dem Ball, damit man ihn auch wieder findet und es keine Verwechslungen es gibt. Weltweit gibt es aber nur 5 Golfball-Hersteller, d.h. auch die Bälle, die man zum Beispiel im Discounter kaufen kann, wurden von einer dieser Firmen produziert.

Schuhe

Feste Schuhe sind nützlich um einen festen Stand beim Schlag zu haben. Vorteilhaft ist auch, wenn die Schuhe wasserfest sind. Die preiswertesten Schuhe kosten ab 50 € . Für den Anfang reichen auch Sneakers oder ein bequemer Sportschuh

Kosten der Vereinsmitgliedschaft

Die Vereinsmitgliedschaft war früher der größte Posten, als die Golfplätze meist noch privat finanziert waren. Heute gibt es oft Jahresmitgliedschaften und auch Monatsbeiträge. Die sind häufig zusammengenommen nicht teurer als der jährliche Skiurlaub – der Vorteil: der Golfplatz ist oft ganz in der Nähe und fast das ganze Jahr geöffnet.

Letzte Änderung am: 25.04.2008, 23.49 Uhr

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