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Garten Garten nach dem Urlaub

aus der Sendung vom Montag, 15.8.2011 | 18.55 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Garten nach dem Urlaub

Zurück aus dem Urlaub, gut regeneriert und - was ist mit dem Garten? Der schaut alles andere als erholt aus. Ja – es sind wohl auch ein paar Arbeiten liegen geblieben, die man vor dem Wegfahren doch nicht mehr geschafft hat. Und da zeigt uns der Garten jetzt sehr deutlich, wo er sich vernachlässigt fühlt.

Also ran! Ein paar Pflegemaßnahmen tun ihm auf jeden Fall gut. Mit Schere, Dünger und Tatkraft geht es ins heimische Grün. Und für die Landesschau heißt das: Wir gehen mit unserem Gärtner Rolf Paffrath raus unseren Studiogarten.

Informationen zu unserer Sendung:

Rasen

Auch wenn der Rasen durch die Sonneneinstrahlung schon ganz mitgenommen aussieht, ist das nicht so schlimm. Sobald die ersten Regengebiete heranziehen, erholt er sich in der Regel nach wenigen Tagen schon wieder und wächst mit frischem Grün wieder auf.
Auf keinen Fall sollte man den Rasen jetzt Verticutieren oder gar Düngen. Das einzige was man machen kann, ist regelmäßig wässern; wenn man das Wasser in den Rasen investieren möchte.

Rosen

Auch wenn die Rosen jetzt etwas struppig aussehen, ist kein Grund zur Beunruhigung. Was die nach der Blüte brauchen, ist ein kleiner Rückschnitt, d.h. man schneidet die verblühten Knospen ab. Je nach Sorte, gibt es viele Rosen, die nach einem solchen Rückschnitt schnell neue Knospen bilden und ein zweites Mal blühen. Manche blühen auf diese Weise sogar den ganzen Sommer hindurch.

Dieser Schnitt soll nicht das Wachstum anregen, so wie der erste Schnitt im Frühjahr. Hier geht es nur darum, dass die Pflanze sich nicht mit der Samenbildung beschäftigt, was sie nach dem Verblühen naturgemäß tun würde. Bei der Rose wäre das die Ausbildung von Hagebutten. Das verhindert man mit diesem Schnitt. Und gleichzeitig wird der Rosenstock angeregt, noch mal zu blühen, um wieder zu versuchen, Samen zu entwickeln.

"Rosenrost" ist ein ist im Sommer ein typisches Thema bei den Rosen. Wenn der Befall nur gering ist, kann man einfach die befallenen Blätter rausschneiden und am besten in den Müll werfen. Bei stärker befallenen Stöcken muss man mit einem speziellen Mittel spritzen.

Und wenn man gerade so beim Weg schneiden des Verblühten ist, kann man den Stock ja auch gleichzeitig wieder ein wenig in Form bringen.

Miniteich

Wenn sich im Miniteich die Algen tummeln, ist das ein Zeichen von guter Wasserqualität. Meist sind es Fadenalgen, die sich im Teich bilden, ganz egal ob er groß oder klein ist. Sie kommen dann, wenn das Wasser besonders schön warm ist.
Dass sich Fadenalgen bilden, ist ein typisches Problem von stehenden Gewässern. Man muss sie einfach mit der Hand abfischen; und das regelmäßig, denn sie kommen immer wieder.

Bambus

Gelbe Blätter beim Bambus zeigen einen Nährstoffmangel an; was dann fehlt, ist vor allem Stickstoff. Man braucht deshalb keinen speziellen Dünger; man kann einfach Rasendünger einsetzen und dem Bambus auch gelegentlich eine Gabe davon geben.

Hat der Bambus trockene Spitzen, hat nicht oft genug Wasser bekommen. Da hilft nur regelmäßiger gießen. Immerhin fallen die beschädigten Blätter mit der Zeit ab und es bilden sich neue.

Bambus kann man sehr gut zurückschneiden; die Triebe, die z.B. vertrocknet sind, schneidet man ganz weg.

Wenn man ihn etwas zurück nehmen will, schneidet man die Triebe. Man muss nur eines beachten: Die Rute sollte fertig ausgebildet sein. Dann kann man den Trieb auch in der Höhe schneiden.
Bambus wächst erst mal nach oben, wie eine Art Peitsche. Erst wenn der Trieb die endgültige Höhe erreicht hat, entfaltet er seine Blätter. Und erst wenn die Blätter da sind, kann man schneiden, sonst stirbt der Trieb komplett ab.

Letzte Änderung am: 10.08.2011, 18.12 Uhr

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