Navigation

Volltextsuche

Garten Mehrgenerationengarten

aus der Sendung vom Dienstag, 19.7.2011 | 18.55 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

In jedem Garten steckt ein Stück Familiengeschichte: Zur Geburt der Kinder wurden Bäume gepflanzt, später folgte der Sandkasten, danach, an derselben Stelle, die schön gestaltete Sitzfläche - passend zu jedem Lebensabschnitt. Auf der Bundesgartenschau in Koblenz gibt es solch einen Mehrgenerationengarten, der viele Anregungen und Lösungsvorschläge bietet.

Wir stellen Ihnen diesen Garten vor. Im Studio ist unsere Gartenexpertin Heike Boomgaarden, die nicht nur viele Tipps für den Mehrgenerationengarten bereit hält, sondern uns auch die dazu passenden Arbeitsgeräte zeigt.

Informationen von unserer Expertin Heike Boomgaarden:

Richtiges Arbeitsgerät und richtige Körperhaltung verhindern Rückenschmerzen

Gerade als Ausgleich zu überwiegend sitzender Tätigkeit im Beruf wird gern im Garten gearbeitet. Häufig werden dabei jedoch Arbeiten in anhaltender, einseitiger Körperhaltung ausgeführt, die auf Dauer die Wirbelsäule schädigen können. Besonders belastend für Bandscheiben im Bereich der Lendenwirbelsäule sind Arbeiten in gebückter Position. Und kopfüber ausgeführte Bewegungen beanspruchen extrem die Halswirbelsäule. Strapaziös für den Rücken ist auch das Schleppen von schweren Blumenkübeln, von Säcken mit Erde oder von Gießkannen.

Nicht verwunderlich, dass häufig über Rückenschmerz geklagt wird. Einige wenige Regeln schützen davor:

  • Keine schweren Lasten tragen; zum Transport Schubkarren, Schlauchwagen usw. einsetzen
  • Anstatt Gießkannen zu schleppen, mit dem Gartenschlauch gießen oder zumindest damit eine Beet nahe Wasserstelle befüllen
  • Richtig Heben und Tragen, niemals den Rumpf verdrehen; schwere Gegenstände aus der Hocke heraus mit geradem Oberkörper heben
  • Soweit das Tragen nicht vermieden werden kann, Gewicht auf beide Arme verteilen (zwei Eimer, zwei Gießkannen); oder einen Sack z.B. auf den Schultern und mit geradem Oberkörper tragen
  • Nicht in gebeugter Haltung arbeiten
  • In der Hocke, statt stehend zum Beet niedergebeugt, arbeiten
  • Arbeitsgeräte mit ausreichend langen Stielen verwenden

Die "richtige" Stiellänge ist natürlich von der Körpergröße abhängig. Daher sollten Sie beim Einkauf genau darauf achten, in welcher Arbeitshaltung Sie das Gerät einsetzen können. So ist es wichtig, dass beispielsweise Schneidgeräte für ermüdungsfreies Arbeiten gut in der Hand liegen, elektrische Heckenscheren eine günstige Schwerpunktverteilung aufweisen, der Stiel von Geräten lang genug ist oder Rasenmäher einen höhenverstellbaren Holm besitzen.

Folgende Längen sollten die Stiele der Arbeitsgeräte haben, damit eine gute Arbeitshaltung möglich ist:

Gerät geht der aufrechtstehenden Person bis zu unterem Rippenbogen, mindestens Kinn-, besser Stirnhöhe (in der Regel 170 bis 180 Stirnhöhe; alle Grabegeräte 30 cm Länge)

Spaten, Grabegabel alle Geräte, die aufrecht stehend, ziehend oder schwingend eingesetzt werden:
Hacken, Harken (Rechen), Grubber, Kultivator, Reihenzieher, Häufler, Vertikutierrechen, Rasenkantenschneider, Laubbesen
Zu lange Stiele sind unhandlich, zu kurze Stiele führen zu Rückenschmerzen.
Der Handel bietet inzwischen Geräte mit Teleskopstangen an. Sie sind teurer, lassen sich aber problemlos auf die erforderliche Länge ausfahren, was besonders praktisch ist, wenn Personen sehr unterschiedlicher Größe die gleichen Geräte benützen. Wichtig ist, dass sich die Stangen leicht feststellen lassen.

Buchtipp:
Natur sucht Garten. 35 Ideen für nachhaltiges Gärtnern von Heike Boomgaarden, Bärbel Oftring, Werner Ollig
Ulmer Verlag 2011
ISBN 978-3-8001-7499-7
Preis 19,90 Euro

Letzte Änderung am: 10.06.2011, 23.33 Uhr

Stadt Land Kreis Logo Stadt Land Kreis Stadt Land Kreis

Entdecken Sie die Vielfalt der Landkreise und Städte in Rheinland-Pfalz. [mehr zu: Stadt Land Kreis]

Portrait Professor Jo Meurer Bewerben Sie sich jetzt! Kleider machen Leute!

Machen Sie das Beste aus Ihrem Typ und lassen Sie sich von unserem Experten Jo Meurer beraten. [mehr zu: Kleider machen Leute! ]