aus der Sendung vom Freitag, 8.7.2011 | 18.55 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Das schlechte Image des Perlweins ist längst Vergangenheit. Schäumende Spezialitäten aus Spanien, Italien oder Übersee finden immer mehr Anhänger. Aber auch der heimische Secco punktet und ist für Klassiker wie den Prosecco eine wirkliche Konkurrenz.
Was aber macht einen echten Prosecco aus? Warum ist der Secco im Kommen? Wie unterscheiden sich Prosecco & Co von anderen prickelnden Getränken wie etwa Champagner? Unser Weinexperte Werner Eckert wird Fragen wie diese im Studio beantworten und eine Probe mit den modischen Sommergetränken machen. Außerdem wird er Tipps geben, wie man das kleine Schaumbad für die Zunge auch selber kostengünstig herstellen kann.
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Gelegenheiten auf den Sommer zu trinken gibt es genug: Ob es nun ein lauer Sommerabend ist oder ein spannendes Spiel unserer Fußballfrauen – ein Secco, ein leichter Perlwein geht immer und hebt die Laune beträchtlich. Bei uns war der Perlwein bis in die 80er Jahre im Trend. Und wer die große Zeit der Perlweins miterlebt hat, verbindet mit ihm sehr viel mehr, als sein heute etwas angestaubtes Image vermuten lässt: Wirtschaftswunderzeit und Feierlaune!
Perlwein, Secco & Co sind Sinnbild eines neuen Lebensgefühls und Aufschwungs, die Kellergeister. In einer kleinen Kellerei in Alf begann 1953 ihre Karriere und mit ihr der Siegeszug des Perlweins im Wirtschaftswunder-Deutschland.
Perlwein - das ist kein Champagner und kein Sekt, sondern nichts anderes als mit Kohlensäure versetzter Wein. Das spritzige Getränk wurde zu einem Massenprodukt und für lange Zeit zum Renner bis ein Perlwein aus Italien ihm den Rang ablief.
Prosecco - Sein Vorteil, er kommt aus einem Urlaubsland und klingt nach Urlaub. Prosecco ist eigentlich eine uralte Rebsorte, die nicht weit von Venedig angebaut wird. Und nur Perlwein aus dieser Region darf sich wirklich so nennen. Seit 2010 ist Prosecco nach EU-Verordnung sogar zur Herkunftsbezeichnung geworden.
In Deutschland ist den Winzern der Rummel um den italienischen Perlwein nicht entgangen, schon gar nicht in Rheinhessen. Die deutsche Antwort auf den Prosecco heißt einfach Secco, das ist italienisch und heißt trocken – was die Weine aber fast nie sind.
Französisch heißt er "vin pètillant", italienisch "vino frizzante" oder "spumante" und die Schweizer halten auch noch einen schönen Namen bereit, "Sternliwein". Der Perlwein hat viele Namen, mehr als der Prosecco hat in den letzten Jahren bei uns aber der Secco Erfolg gehabt. Rheinland-Pfalz ist "Secco-Land".
Die Weine, die Werner Eckert in der Sendung vorstellt:
Il Marinaio, Prosecco, Denominazione di Origine Controlata
Rebsorte Glera füher Prosecco (4.99 €)
Kellergeister, halbtrocken, Perlwein aus der EU, Trier (1.69 €)
Dollsecco, Scheurebe, trocken, Weingut Doll & Göth, Stadecken-Elsheim, Weiß (5.20 €) und Rosé (5.00 €)
Raumland, Rose-Secco, Sekthaus Raumland, Flörsheim-Dalsheim (6.90 €)
Letzte Änderung am: 24.06.2011, 10.53 Uhr