aus der Sendung vom Freitag, 1.7.2011 | 18.55 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Reisezeit heißt Autozeit - stundenlanges sitzen im Auto, womöglich noch im Stau stehen, da sind die Rücken- und Nackenschmerzen fast vorprogrammiert. Unsere Fitnessexpertin Iris Reim hat wichtige Tipps und Tricks, wie man langes Verharren am Steuer unbeschadet überstehen kann. Ausreichend Wasser trinken, stündlich eine Pause einlegen und diese für gymnastische Übungen nutzen und im Stau einen so genannten "Perspektivwechsel" vornehmen - das hilft garantiert. Im Auto sitzen wir überwiegend mit schlaffer Haltung und entspannter Muskulatur; die Wirbelsäule erhält dabei Stöße, die weder durch die Muskulatur noch durch die Gelenke aufgefangen werden können. Nach längeren Autofahrten tritt gewöhnlich ein unangenehmes Gefühl von Steifheit auf, und Nacken-Rücken-Beschwerden, die sehr hartnäckig sein können, sind die Folge. Die richtige Sitzhaltung ist also außerordentlich wichtig.
Ein besonders gut gefedertes Auto, das verhindert, dass Stöße direkt auf den Rumpf treffen, kann Abhilfe bei diesen Problemen schaffen. Der Autositz selbst darf nicht zu weich sein; eine härtere Sitzfläche führt zu einer besseren Stellung der Wirbelsäule. Die Rückenlehne soll sich den normalen Krümmungen der Wirbelsäule anpassen. Dies kann man unter Umständen auch erreichen, wenn man sich ein Kissen ins Kreuz legt. Die Neigung der Rückenlehne muss so eingestellt sein, dass man sich entspannt zurücklehnen und dennoch verkehrsgerecht reagieren kann. Gute Sicht und genügende Bewegungsfreiheit, um lenken zu können, sind selbstverständliche Voraussetzungen. Die Oberschenkel müssen auf dem Sitz fast ganz aufliegen, die Kniegelenke sollen in einem Winkel stehen, der eine sichere Bedienung der Pedale erlaubt. Gönnen Sie sich bei längeren Autofahrten zwischendurch genügend Pausen und machen Sie Atemübungen verbunden mit leichten Bewegungsübungen.
Verzichten Sie bei Wirbelsäulenbeschwerden am besten ganz auf Motorradsport, denn mit diesem Verkehrsmittel werden Stöße und Vibrationen direkt auf die Wirbelsäule übertragen. Wenn Sie sich wie beschrieben verhalten, beugen Sie nicht nur einer vorzeitigen körperlichen und geistigen Ermüdung vor, sondern erhöhen auch Ihre Reaktionsbereitschaft im Verkehr, und Sie leisten durch Ihr verantwortungsbewusstes Verhalten einen Beitrag zur allgemeinen Verkehrssicherheit.
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Viel Wasser trinken
Wasser wird für den Transport von Nährstoffen zu den Zellen und den Abtransport von Abfallprodukten aus dem Körper benötigt. Wasser hilft bei der Formung der Strukturen von Protein und Glykogen.
Um die Muskeln bewegen und kontrahieren zu können, wird Wasser benötigt. Wenn der Körper dehydriert ist, wird den Muskeln Wasser entzogen und sie verkrampfen sich. Da die Muskeln durch Nerven gesteuert werden, wird ohne ausreichende Flüssigkeit und Gleichgewicht der Elektrolyte die Muskelkraft und die Kontrolle über die Muskulatur beeinträchtigt sein.
Es ist essentiell wichtig, dass man hydriert bleibt, um möglichen Verspannungen entgegen zu wirken. Gerade bei langen ist das Autofahrten unverzichtbar.
Bequem am Steuer
Ein guter Autositz sollte möglichst in Höhe, Tiefe und Neigung von Sitzfläche und Lehne verstellbar sein und dem Körper durch passende Seitenführungen auch in Kurven guten Halt bieten. Beim Fahren sollten Sie das Gefühl haben, bequem und gut unterstützt zu sitzen. Möglicherweise ist ein Kissen oder eine Nackenrolle zur Unterstützung hilfreich.
Öfters mal eine Pause einlegen
Alle zwei Stunden sollte man schon Pause machen, da die Konzentration dann nachlässt. Ich empfehle die Pausen auch zur Entspannung zu nutzen und z.B. eine eine Entspannungs-CD zu hören. Warum soll nicht die ganze Familie mal zusammen eine Runde Wechselatmung machen, statt zu streiten? Meistens sind es nämlich auch die psychischen Spannungen, die zu Rückenschmerzen führen.
Atemübungen
Wechselatmung:
Richte deinen Rücken auf. Lege die linke Hand auf den Oberschenkel und mache mit der rechten Hand die Nasenverschlüsse.
Wir beginnen mit einer Ausatmung durch das rechte Nasenloch: Schließe das linke Nasenloch durch den Ring- und den kleinen Finger der rechten Hand
Atme langsam stetig und tief durch das rechte Nasenloch ein
Nach einer vollständigen Einatmung verschließe das rechte Nasenloch vollständig mit dem Druck de Daumens der rechten Hand
Atme langsam stetig und tief durch das linke Nasenloch aus. Leere die Lungen vollständig.
Nun atme durch das linke Nasenloch langsam stetig und tief ein.
Wirkung:
Wörtlich bedeutet "Nadi Shodhana" "Reinigung der Nadis". Die Nadis, die Energie-Kanäle im feinstofflichen Körper, müssen frei von Unreinheiten und Blockaden sein - nur wenn sich die Energie, das "Prana", frei durch diese Energiebahnen bewegen kann, können wir - befreit von Blockaden und Spannungen - Harmonie, Freude und Ausgeglichenheit erfahren. Diese Übung verbindet übrigens auch beide Gehirnhälften und sorgt für innere Ausgeglichenheit.
Letzte Änderung am: 03.06.2011, 23.22 Uhr