aus der Sendung vom Dienstag, 14.6.2011 | 18.55 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Holunder ist ein durch und durch anspruchsloser Busch. In ganz Europa verbreitet, wächst er eigentlich überall, wenn man ihn nur lässt. Mitten in der Stadt, oder am Wegrand. Er stellt kaum Ansprüche an den Boden und selbst am Bahndamm wächst er üppig. In ländlichen Gegenden findet man den Hollerbusch bei Scheunen und Wohnhäuser. Er soll nämlich, dem Aberglauben nach, wohlgesinnte Geister beherbergen, die Haus und Hof schützen.
Aus den Beeren lässt sich ein sehr vitaminreicher Saft pressen und die Holunderblüten schmecken köstlich. Ihren fein-herben Geschmack kann man in einem Sirup einfangen und so das ganze Jahr genießen, ob als Aperitif mit Secco oder um Süßspeisen zu verfeinern. Katja Mailahn aus den rheinhessischen Venderheim stellt in ihrer Kochschule Rezepte mit den kleinen Blüten vor: Lachs in Holunderblütenbeize und ein Holunderblüten Panna Cotta.
In diesem Jahr ist der Holunder besonders früh dran, wegen des frühen Sommers. Höchste Zeit also Holunderblüten zu sammeln - und was sie daraus machen können? Am besten erst mal einen Sirup.
Letzte Änderung am: 07.06.2011, 18.13 Uhr