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Garten Rosen

aus der Sendung vom Montag, 6.6.2011 | 18.55 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Rosen

Keine andere Blume fasziniert die Menschen seit Jahrtausenden wie die Rose. Als Blume der Götter und der Liebe ist sie bekannt. Ob Malerei, Literatur, Musik oder Architektur - die Rose spielt immer eine besondere Rolle.

Sie ist die traditionsreichste Kulturpflanze überhaupt. Auch im Heilkräutergarten findet sie ihren Platz. Keine Blume wird so oft und perfekt gezüchtet wie die Rose. Auch auf der BUGA kann der Besucher Rosen in allen Sorten bestaunen.

Unser Expertin Heike Boomgaarden wird live auf der BUGA Spannendes über Rosen erzählen und den Zuschauern Tipps geben:
Was muss man bei Rosenstämmchen, Kletterrosen, Edelrosen und Beetrosen beachten? Wie muss man Rosen schneiden, damit sie alt werden? Wie erkennt man eine Rose am Alter? Was muss man tun, damit man den ganzen Sommer über Blüten hat? Was hat es mit den grünen Trieben am Stamm auf sich? Gibt es dornenlose Sorten? Sollte man Hagebutten abschneiden oder kann man daraus Rosen züchten? Was muss man tun, damit die Rose gesund bleibt? Was macht man bei Blattläusen, Weiße Fliege und Schildläusen? Was sind braune Flecken auf den Blättern oder weißer Belag? Helfen bestimmte Pflanzen, wie Lavendel als Unterbepflanzung, um Schädlinge fernzuhalten? Kann man Rosenblüten essen?

Diese Fragen und viele mehr werden wir beantworten.


Weitere Informationen


Welche Rosenformen gibt es?

Bodendeckerrosen: Rosen, die flach am Boden wachsen. Sie haben sehr lange Triebe und eignen sich zur Unterbepflanzung oder zum Begrünen von Terrassenhängen und Beeten. Vorteil: Kein Unkraut kommt mehr durch.

Edelrosen: Auch Teehybriden genannt, markierten den Beginn eines neuen Rosenzeitalters(1867). Edelrosen waren moderne Rosen, winterhart und öfter blühend. Edelrosen sind heute noch hoch gebaut, bis zu 1,20 Meter. Sie haben große elegante Blüten und sind ideal für die Beetbepflanzung und als Schnittrose für die Vase.

Hochstammrosen: Sind nichts anderes als Rosen, die in einer bestimmten Höhe auf eine wilde Unterlage veredelt wurden. Es gibt sie in allen Sorten. Kleine Blüten brauchen keine Stützhilfe, große, schwere Blüten schon. Problem: Oft wächst am Stamm ein wilder Trieb. Der muss entfernt werden, weil er die Rose sonst zu viel Kraft kostet.

Kletterrosen: Diese Rosen können sich bis zu einem gewissen Grad in die Höhe ziehen. Sogenannte Rambler wachsen gut in alte Bäume und können viele Meter lang werden. Climber brauchen eine Kletterhilfe. Rosen entwickeln aber keine Haft-, Schlingen-, oder Haltorgane, wie andere Kletterpflanzen.

Rosensorten: Heute gibt es bis zu 50.000 Rosensorten weltweit. In allen Farben, außer Blau und Schwarz und in allen Blütenformen und vielen Düften.

Welchen Standort benötigen Rosen?

Alle Rosen lieben Sonne. Im Schatten und Halbschatten kümmern sie und blühen auch nicht viel.

Welchen Bodenanspruch haben Rosen?

Rosen brauchen einen nährstoffreichen, Luft-und Wasserdurchlässigen Boden. Der Handel bietet auch spezielle Rosenerde an. Tipp: Statt jeden Tag wenig genießen, besser 2-3 Mal pro Woche und dafür kräftig, damit sich die langen Rosenwurzeln vollsaugen können.

Was kann passieren, wenn die Bedingungen nicht stimmen?

Die Rose wird krank. Zu viel Wasser auf den Blättern, begünstigt Pilzkrankheiten, wie „Echter Mehltau und „Sternrußtau“. Ist die Rose zu schwach, bilden sich Blattläuse, weiße Fliege oder Rosenzikaden. Die Larven der Blattrollwespe schädigen die Blätter.

Wie kann man vorbeugen ohne Gift?

Für Humus sorgen. Rosen nicht mit Wasser abspritzen, sonst entstehen Pilze. Mit Knoblauchsud bespritzen oder Knoblauch in die Erde. Auch Kapuzinerkresse setzen, die lockt die Läuse an.

Gibt es auch sehr robuste Rosensorten?

Es gibt Rosen, die das ADR (Allgemeine Deutsche Rosenneuheiten-prüfung)Prüfsiegel haben. Das sind besonders robuste Sorten, die die härteste Rosenprüfung der Welt bestanden haben: Standort, Pflegebedingungen und Blühfreudigkeit.

Wie erreicht man den ganzen Sommer über Blüten?

Frühe – und spätblühende Sorten kaufen oder „remontierende“-öfter blühende. Den richtigen Standort wählen. Viel Wasser und regelmäßig schneiden.

Wo schneidet man?

Verblühtes wird über dem Rosenauge abgeschnitten. Im Herbst kommt ein kräftiger Rückschnitt dazu.

Wachsen Rosen auch im Kübel gut?

Alle Rosen wachsen auch im Kübel. Am besten einen hohen Kübel mind. 50 cm, weil die meisten Rosen lange Wurzeln bilden. Im Winter auf jeden Fall an einen Winterschutz denken.

Wenn ich jetzt einen Garten mit Rosenbestand übernehme, wie alt werden diese?

Die Strauchrose am Hildesheimer Dom ist mehr als 430 Jahre alt. Überlässt man Rosen sich selbst, verholzen diese schnell u. werden blüh faul, dann hilft ein Verjüngungsschnitt. Alte Sorten können mehrere Jahrzehnte alt werden. Die modernen Sorten sind meistens veredelt, nach etwa15 Jahren lässt bei ihnen langsam die Vitalität nach.

Wie vermehrt man Rosen?

Am leichtesten geht es mit einem Trieb- abschneiden und in die Erde stecken. Mit Samen dauert es zu lange, außerdem kann man nie sicher sein, dass die Sorten rein sind. Die Gärtnereien machen es mit Veredelungen, um Masse zu produzieren, deshalb diese dicken Stellen, die übrigens beim Pflanzen unter die Erde sollen.

Sind alle Hagebutten essbar?

Alle Hagebutten von Rosen sind essbar. Man kann daraus Gelee und Marmelade machen. Am besten sind die der Apfelrose.


Buchtipps


Titel: Rosen

Untertitel: Die besten Arten und Sorten für den Garten

Autor: Heinrich Schultheis

Verlag: Ulmer

ISBN:3-8001-6631-3

Seiten:160


Titel: Die BLV Rosen Enzyklopädie

Autor: Robert Markley

Verlag: BLV

ISBN:3-405-14930-4

Seiten:240


Titel: 300 Fragen zu Rosen

Autor: Ute Bauer

Verlag: GU

ISBN:978-3-8338-0878-4

Seiten:256


Letzte Änderung am: 29.04.2011, 23.30 Uhr

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