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Gesundheit Fasten

aus der Sendung vom Mittwoch, 25.2.2009 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Am Aschermittwoch beginnt traditionell die Fastenzeit: bis Ostern haben gläubige Christen früher auf Fleisch und Alkohol verzichtet. Aber auch heutzutage ist jetzt genau die richtige Zeit zum Heilfasten für Körper und Seele.

Nach Phasen der Schlemmerei rund um die Weihnachtszeit und des Alkoholkonsums in der Fasnacht haben viele zugenommen und oftmals zu hohe Blutdruck- und Cholesterinwerte. Leber, Magen und Darm haben harte Zeiten hinter sich, chronische Beschwerden äußern sich jetzt häufiger. Das Heilfasten kann helfen.

Was genau bedeutet Fasten? Was kann man damit erreichen ? Und wie wird es richtig durchgeführt? Diese und Ihre persönlichen Fragen beantwortet unser Internist Dr. Marcel Schorrlepp aus Mainz.

Fasten

Heilfasten bedeutet den ganz bewussten Verzicht auf feste Nahrung mit dem Ziel der inneren Gesundung. Gerade nach Phasen der Schlemmerei rund um die Weihnachtszeit und Alkoholkonsum in der Fastnachtszeit haben viele zugenommen und oftmals zu hohe Blutdruck- und Cholesterinwerte. Leber, Magen und Darm haben harte Zeiten hinter sich, chronische Beschwerden äußern sich jetzt häufiger. Das Heilfasten kann helfen.
Das eigentliche Fasten, oder auch Heilfasten, wie der Begriff von Otto Buchinger geprägt wurde, ist der mehr oder minder komplette Verzicht auf feste Nahrung und lässt nur Flüssigkeit, ggf. etwas Brühe zu. . Dafür aber führt man dem Organismus viele verschiedene Flüssigkeiten zu. Das ist logisch: Unser Körper besteht zu etwa 70 Prozent aus Wasser. Er kann ohne Flüssigkeit und Flüssigkeitszufuhr nicht existieren. Die heilende Wirkung wird dem ,,Entschlacken'' zugeschrieben, also der Entgiftung. wobei schwer zu definieren ist, was denn nun diese Schlacke ist. Der tiefere Sinn liegt in der ’’körperlichen Reinigung und Regeneration, in der Bewusstwerdung und Selbstfindung’’. Eine Fastenkur sollte anfangs nicht über eine Woche hinausgehen, unter erfahrener Betreuung (ärztlich oder Fastenleiter ) ist sie auch länger möglich, aber nicht länger als 2-3 Wochen. Am besten geht es in Fastengruppen, die auch einen entsprechenden meditativen und oder spirituellen Rahmen bieten.
Menschen mit fortgeschrittenen Krankheiten sollten beim Fasten sehr vorsichtig sein, immer ihren Arzt fragen. Kinder, Jugendliche und altersschwache Menschen über 70-75 sollten gar nicht fasten.. Ebenso sollte nicht gefastet werden bei Krebserkrankungen, bei schweren Herzerkrankungen, bei hoch- bzw. höherdosierter Kortisonmedikation, bei Diabetes mellitus Typ I, bei schweren Depressionen und Psychosen, bei Magersucht, bei fortgeschrittener Nierenschwäche bzw. Dialysetherapie und bei Netzhautablösung.
Fasten setzt also nicht nur eine körperliche Stabilität, sondern auch eine geistige Stabilität voraus. Es bleibt aber eine Einzelfallentscheidung.
Erfahrene Faster, deren Gesundheit stabil ist, können auch in Eigenregie fasten. Sie wissen, worauf sie achten müssen. Allerdings ist es meist zu zweit oder in Gruppen einfacher...

Letzte Änderung am: 17.02.2009, 13.06 Uhr

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