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Bauen & Wohnen Badrenovierung

aus der Sendung vom Dienstag, 3.2.2009 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Das eigene Bad ist der Ort in der Wohnung oder dem eigenen Haus, in dem Wohlfühlen, Loslassen und Entspannen ganz groß geschrieben werden - im besten Falle Wellness im eigenen Badezimmer. Jedoch - Kalkablagerungen und verfärbte Fliesen können das Badvergnügen bremsen. Der Waschtisch, dessen Farbe niemand mehr so genau definieren kann und die Fliesen aus den 70er und 80er Jahren sind stehen dem Wohlfühlen und Entspannen im Weg.

Das muss nicht so bleiben - ein fachgerecht saniertes oder geschmackvoll verschönertes Bad ist ein echtes Schmuckstück und wird schnell zum Lieblingsort in jedem Zuhause. Doch nicht nur der eigene Geschmack, auch Familienzuwachs oder der Gedanke an barrierefreies Wohnen im Alter oder bei Krankheit können gute Gründe sein, das alte Badezimmer einer gründlichen Generalüberholung zu unterziehen.

In unserer Sendung gibt Innenarchitektin Monika Schäfers Tipps zur Renovierung des Badezimmers. Kleine Veränderungen und Anschaffungen mit viel Wirkung und grundsätzliche Überlegungen zur Badrenovierung.

Weitere Informationen unserer Expertin:

Oft sind es Kalkablagerungen, verfärbte Fugen, glanzlose Keramik und langweilige Fliesen, die das Badvergnügen trüben. Eine kleine Lösung für das alte Bad ist zum Beispiel eine neue Duschabtrennung; es muss auch nicht zwingend eine Glasdusche sein. Man kann die Dusche mauern lassen und den Eingang mit einem schönen Duschvorhang schließen. Dann sollte man allerdings auch ein Licht in die Dusche einbauen lassen oder nur halbhoch mauern und eine Scheibe einsetzten oder mit einem Fenster versehen.

Wenn einem die Fliesen nicht mehr gefallen, ist zum Beispiel eine Spachtelmasse einfach und günstig; mit der können die vorhandenen Fliesen überspachtelt werden und danach werden die Wände nach Wunsch gestrichen. Die Fliesen raushauen kann schwierig werden.
Geklebte Fliesen lassen sich leicht ablösen. Außerdem kann man Fliesen auch überfliesen.
Das sollte aber sehr gut überlegt sein und ist dann besonders wichtig, wenn man in einer Mietwohnung lebt.

Altes Bad ganz neu
Dann gilt vor allem eines - Mut zu Neuem. Denn was nützt die aufwendigste Renovierung, wenn man sich dann doch wieder für das klassische Einheitsweiß und die bewährte Raumaufteilung entscheidet?

Materialien
Holz, Kork, Stahl, Schiefer und Naturstein sorgen für Abwechslung und sind sowohl Blickfang als auch Wohlfühlgarant. Fliesengrößen schaffen Spannung. Mosaikfliesen hinter dem Waschtisch, in der Dusche aber möglichst große Fliesen wählen. Das hat auch einen praktischen Aspekt, weniger Fugen, weniger Schmutzfang, das ist einfach hygienischer.
Große Bodenfliesen wirken großzügiger und lassen den Raum größer wirken. Wandfliesen nie bis an die Decke fliesen. Die Wände müssen nur in der Dusche, hinter der Walle und eventuell hinter der Toilette gefliest werden. Verputzte Wände wirken wohnlich und bringen Flexibilität in der Gestaltung. Mit der Wandfarbe kann man dem Bad immer wieder mit wenig Aufwand einen ganz neuen Look verpassen.

Raumkonzept:
Neben den Materialien sollte auch das Raumkonzept überdacht werden, denn der schönste Waschtisch ist sinnlos, wenn er in einem schmalen Altbaubad wie ein unförmiger Brocken wirkt.
Jedes Badezimmer lässt sich mit ein paar Ideen und Überlegungen noch optimaler nutzen. Zum Beispiel Schränke und Regale im Raum unter dem Waschbecken oder im Winkel einer nach innen öffnenden Tür anzubringen.
Etwas aufwendiger, aber dafür umso effektiver ist die "unsichtbare" Montage des Toilettenspülkastens in der Wand hinter dem WC. Das spart Platz, sieht edel aus und ist eine gute Möglichkeit, den Raum größer wirken zu lassen.
Bei einer Badsanierung lohnt es sich also auf jeden Fall, die gewohnten Pfade der Inneneinrichtung zu verlassen.

Letzte Änderung am: 27.01.2009, 15.07 Uhr

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