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Gesundheit Alternativen zu Antibiotika

aus der Sendung vom Mittwoch, 7.1.2009 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Die Entwicklung von Antibiotika war einer der größten medizinischen Erfolge des 20. Jahrhunderts, denn zuvor waren viele bakterielle Infektionen nicht beherrschbar und endeten oft tödlich.

Doch über ein halbes Jahrhundert später ist die Wunderwaffe stumpf geworden: Durch übertriebenen Einsatz, auch in der Massentierzucht, wurden immer mehr Bakterien resistent gegen Antibiotika. Nur ein maßvoller Umgang mit dem Medikament scheint sinnvoll, das gilt auch für jeden Einzelnen.

Immer wichtiger werden deshalb auch die natürlichen Alternativen zu Antibiotika. Apothekerin Dorothea Hamm hat gute Erfahrungen mit dem Einsatz ätherischer Öle gemacht. Diese haben antibiotische und antimykotische Wirkungen - bekämpfen also wirksam Bakterien und Pilze. Durch das Erstellen eines Aromatogramms kann genau bestimmt werden, welches Öl gegen welche Infektion helfen kann. Dann kann gezielt ein Medikament hergestellt werden.

Wie funktioniert ein Aromatogramm? Bei welchen Infekten ist der Einsatz von ätherischen Ölen sinnvoll und wann sollte der Patient doch lieber zum Antibiotikum greifen? Machen Kombinationstherapien Sinn? Antworten darauf gibt unsere Expertin im Studio, auch zu Ihren Fragen.

Aromatherapie  

Aromatherapie ist ein Sammelbegriff für verschiedene Behandlungsmethoden, bei denen immer ätherische Öle eingesetzt werden. Ätherische Öle sind die geballte Heilkraft der Natur, sie werden aus verschiedenen Heilpflanzen gewonnen und können vielfältig eingesetzt werden. Bei dieser Form der Aromatherapie, die als Alternative zu Antibiotika eingesetzt wird, wird die antibakterielle und antimykotische Wirkung einiger ätherischer Öle genutzt, denn diese können Bakterien und Pilzsporen abtöten und somit einen Infekt heilen.  oder heilen helfen.

Bei gynäkologischen Infektionen oder auch Infekten im Hals-Rachen-Bereich oder auf der Haut kann ein Arzt, bevor er ein Breitbandantibiotikum verschreibt, auch im Labor austesten lassen, welches Antibiotikum gegen dieses Bakterium hilft und dann das entsprechende Mittel verschreiben. Dafür wird im Labor ein Antibiogramm angelegt, das dauert ein paar Tage, hat aber den Vorteil, dass man nicht mit Kanonen auf Spatzen schießt, sondern den Keim gezielt behandelt. Und genau dies kann man auch mit ätherischen Ölen machen: Dann heißt das Ganze „Aromatogramm“ und daraus ergibt sich ganz klar, welche ätherischen Öle gegen genau diesen Infekt helfen.

Letzte Änderung am: 19.12.2008, 23.30 Uhr

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