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Bauen & Wohnen Richtig heizen und lüften

aus der Sendung vom Dienstag, 4.11.2008 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Die kalten Tage sind da. Jetzt laufen die Heizungen wieder, aber zwischendurch sollten die Räume auch gelüftet werden. Wenn das nicht geschieht, droht Schimmelbildung.

Ein Problem, das man nicht ignorieren darf, denn Schimmel kann Krankheiten und Allergien nach sich ziehen. Wir zeigen Ihnen, was man tun muss, wenn Verdacht auf Schimmel besteht, wie man ihn saniert und wie man ihm vorbeugen kann.

Wie entsteht eigentlich Schimmel? Können auch Neubauten betroffen sein? Und wie kann man ihn beseitigen? Rainer Winkels, Energieberater aus Bad Kreuznach, wird alle Fragen rund ums Thema beantworten. Und natürlich können Sie auch anrufen und live in der Sendung ihre Fragen stellen.

Schimmelbildung

Schimmelpilze wachsen dort, wo es feucht ist. Am wohlsten fühlen sie sich bei einer Temperatur von 15 und 30 Grad Celsius. Gefährliche Stellen, an denen sich leicht Schimmel bilden kann, sind die versteckten und nicht so gut belüfteten Ecken wie Stellen hinter Schränken, und Vorhängen oder unter dem Fußbodenbelag. Schlecht gedämmte Außenwände lassen leicht Schimmel entstehen – bei der Besichtigung einer Wohnung sollte mal also auf gute Außendämmung achten, und sich auch auf seinen Geruchssinn verlassen – wo es modrig riecht, kann Schimmel die Ursache sein.

Richtig lüften

Eins der wichtigsten Rezepte gegen Schimmel: das richtige Lüften. Man sollte morgens und abends gründlich durchlüften – und zwar „stoßlüften“, also alle Fenster weit auf, und danach wieder zumachen. Bei Dauerlüften mit gekipptem Fenster dauert es viel länger, bis die Luft ausgetauscht ist. Besonders wichtig ist es, die Feuchtigkeit, die zum Beispiel beim Duschen entsteht, schnell wieder aus der Wohnung herauszubekommen.

Schimmel beseitigen

Schimmelpilze sind ungesund und giftig, sie können zu Allergien und Infektionen führen. Deswegen sollte man bestehende Schimmelprobleme so schnell wie möglich beseitigen. Bei kleineren Flächen (bis zu einem halben Quadratmeter Größe) kann man dies selbst machen – mit dem entsprechenden Schutz (Handschuhe, Mundschutz, Schutzbrille). Besonders gefährdete Menschen wie Kinder, kranke oder alte Menschen sollte man allerdings vorher in Sicherheit bringen., Schimmel mit einer Mischung aus drei Teilen Salizylsäure (aus der Drogerie oder Apotheke) und 97 Teilen 70prozentigem Alkohol abtupfen. Nach dreimaliger Anwendung – im Abstand von etwa einer halben Stunde – die betroffenen Stellen mit Brennspiritus abreiben. Während der Arbeiten gut lüften. Nach Ende der Arbeiten unbedingt duschen und die Kleidung wechseln!

Bei Schimmelflecken, die größer sind als ein halber Quadratmeter empfiehlt es sich, einen Fachmann zu beauftragen. Geeignete Sanierungsfirmen können die Gesundheitsämter oder Verbraucherzentralen empfehlen.

Broschüren zum Thema:
„Leitfaden zur Vorbeugung, Untersuchung, Bewertung und Sanierung von Schimmelpilzwachstum in Innenräumen“

„Leitfaden zur Ursachensuche und Sanierung bei Schimmelpilzwachstum in Innenräumen – Schimmelpilzsanierungs-Leitfaden“

herausgegeben vom Umweltbundesamt
kostenlos zu beziehen über GVP Gemeinnützige Werkstätten Bonn
In den Wiesen 1-3, 53227 Bonn
Tel. 0228 9753 – 209 oder –210
Per e-mail: uba@broschuerenversand.de

Letzte Änderung am: 27.09.2008, 00.01 Uhr

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