aus der Sendung vom Montag, 25.8.2008 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Wenn der Urlaub vorbei ist, gibt es oft lange Gesichter - bei Freunden und Verwandten. Oftmals wird schon mit Schrecken die Einladung zur Bildervorführung erwartet.
Nicht selten präsentieren die zurückgekehrten Urlauber eine Unmenge an Bildern, deren Qualität und Präsentation zu wünschen lässt. Stundenlange Vorführungen strapazieren zusätzlich die Nerven.
Ordnung im Bilderchaos
Vor der kurzweiligen Präsentation der Urlaubsbilder gilt es den Überblick zu behalten, was eigentlich wann aufgenommen wurde. Gerade bei mehreren hundert Bildern kann das leicht zu einer zeitraubenden Herausforderung werden.
Wer ohne ein Programm seine Bilder von der Kamera auf den PC überträgt, sieht sich schnell vor einem Berg Dateien. Die Kamera benennt diese entsprechend der Aufnahmenreihenfolge und wer sich nicht ein ordentliches Ablagesystem überlegt, verliert leicht den Überblick.
Um ein Bilderchaos zu vermeiden, empfiehlt es sich die Bilder in Ordnern abzuspeichern und diese mit einem sinnvollen Namen zu versehen. Der Ordnername sollte sich am besten aus dem Datum und dem Namen des aufgenommenen Ereignisses zusammensetzen.
So wäre „2008-07-23 Geburtstag Oma“ ein selbsterklärender Name der sich gut wieder finden lässt.
Einmal richtig abgelegt können die ersten Arbeiten beginnen: z.B. unscharfe Bilder aussortieren und Hochkantbilder drehen.
Zuschauerfrage:
Wie kann ich gelöschte Bilder auf der Speicherkarte wiederherstellen?
Antwort:
Mit einem Recoveryprogramm wie z.B. PC Inspector (www.pcinspector.de)
Einfache Vorstellung
Wer ohne zusätzliches Programm arbeiten möchte, kann nun die Bilder durch Umbenennen in die gewünschte Reihenfolge bringen. Wichtig ist hier bei den Bildern 1 bis 9 eine Null vor die Ziffer einzufügen, damit diese richtig einsortiert werden.
Beispiel:
01 IMG_8740.jpg
02 IMG_8733.jpg
03 IMG_8820.jpg
Mit den eingebauten Funktionen von Windows lässt sich bereits jetzt eine Diashow starten, allerdings kann hier kein Einfluss auf Übergänge und Anzeigedauer genommen werden. Wer keine großen Ansprüche hat, ist hiermit aber in der Regel schon gut bedient.
Arbeit sparen mit Zusatzprogrammen
Bei den meisten Digitalkameras liegt bereits ein Programm bei, das das Übertragen und Sortieren der Bilder wesentlich vereinfacht. Allerdings sind die Qualität und der Funktionsumfang dieser Programme recht unterschiedlich.
Eine kostenlose und sehr nützliche Alternative um der Bilderflut Herr zu werden, ist Picasa. Das Programm lässt sich über das Internet schnell herunterladen, nimmt einem lästiges sortieren ab und speichert die Bilder in Datumsordnern auf der Festplatte.
Sehr nützlich ist hier auch ein Zeitstrahl, mit dessen Hilfe man sich wie in einer Zeitmaschine auf Bildersuche begeben kann. Kleine Schönheitskorrekturen wie das Entfernen roter Augen oder das korrigieren von Farben und Helligkeit lässt sich ebenfalls damit erledigen. Eine Diashow mit einer Vielzahl von Übergängen lässt sich ebenfalls schnell erstellen und sogar Musik dazu abspielen.
Effektvoll präsentieren
Wem diese Möglichkeiten nicht ausreichen, der bekommt für die überschaubare Summe von 20 bis 30 Euro bereits Programme, die keine Präsentationswünsche mehr unerfüllt lassen. Hiermit lassen sich Schriften einblenden, Musiken in beliebiger Länge unterlegen, eine Vielzahl von Übergängen auswählen und sogar 3D-Effekte in die Präsentation mit einarbeiten. Zwar erfordert die Bedienung eine gewisse Einarbeitungszeit, aber das Ergebnis kann sich dafür auch sehen lassen. Je nach Wunsch erstellt diese Software im Anschluss auch eine DVD oder spielt das Ergebnis auf dem PC ab.
Leinwand, PC oder Fernseher
Je nach technischer Ausstattung lässt sich die fertige Fotoshow auf dem Notebook zeigen, mit dem Beamer an die Wand werfen oder über den Fernseher anzeigen. Bei der Präsentation auf dem Fernseher besteht die Möglichkeit, den PC direkt daran anzuschließen oder aber die Dia-Show auf einer DVD abzuspeichern. Wer sich keine große Arbeit machen möchte, kann die Bilder in den entsprechenden Ordnern mit einem Brennprogramm einfach auf eine CD oder DVD brennen und diese über den DVD-Player abspielen. Die neueren Geräte unterstützen diese Funktion und es lassen sich sogar Bildübergänge einstellen. Ältere Geräte können allerdings nur Filme und keine Bilder abspielen, hier muss vorher auf dem PC die Präsentation als Film erstellt und mit der entsprechenden Software auf DVD gebrannt werden.
Wer seine Diashow verschenken möchte, sollte daran denken, dass sich von der als Film gebrannten Version keine Papierabzüge mehr anfertigen lassen. Zur Archivierung oder zum Verschenken an die Verwandtschaft ist diese Methode also nur bedingt geeignet. Bietet die Software allerdings die Funktion zusätzlich zum Film auch noch das Rohmaterial, also die unbearbeiteten Bilder, mit auf die DVD zu brennen, hat man zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Bilder übers Internet präsentieren
Wohnt die Verwandtschaft weiter weg, ist eine gemütliche Dia-Show im heimischen Wohnzimmer oft ausgeschlossen. Hier bietet das Internet eine Lösung. Mit dem passenden Programm lassen sich Bilder verkleinern und auf einer Seite im Internet ablegen. Hier kann man diese dann einzeln anschauen oder eben auch in einer Diashow, allerdings mit eingeschränkten Effekten, genießen.
Im Internet heißt hier nicht automatisch, dass die ganze Welt auf die privaten Aufnahmen zugreifen kann. Je nach Bedarf lassen sich Galerien bequem per Passwort schützen.
Letzte Änderung am: 21.08.2008, 18.19 Uhr