aus der Sendung vom Donnerstag, 17.7.2008 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Benzin, Strom, Gas – alles wird teurer. Also weniger Autofahren, heizen und kein Licht unnötig brennen lassen, mehr geht nicht, oder? Doch, sagt Gisela Würzer vom Verband der Meisterinnen und Meister der Hauswirtschaft Rheinland-Pfalz.
Viel Sparpotential steckt in den Kleinigkeiten des Alltags, beim Einkaufen, Putzen und Kochen. Sie gibt Tipps, wie Hausfrauen und -männer effektiver haushalten und wir haben ein paar dieser Tipps auch schon vorab für sie mit einer Zuschauerin getestet.
Oft sind es die Kleinigkeiten im Alltag, in denen besonders viel Sparpotential steckt. Wer einfach mal zwei Monate lang auf seine Ausgaben im Haushalt achtet und ein paar Dinge bedenkt, der wird feststellen, dass am Schluss mehr im Portemonnaie bleibt.
Das fängt damit an, einmal konsequent alle Ausgaben zu überprüfen: Telefon, Versicherungen oder Abonnements. Wie viel zahle ich wo, und was davon brauche ich wirklich?
Zum Beispiel kann man bei der Telefonrechnung alle paar Monate überlegen: Wann und wie viel telefoniere ich? – und sich dann über aktuelle Tarifangebote und verschiedene Anbieter informieren.
Wenn Sie zum Beispiel in den Urlaub fahren, dann lohnt es sich, für diese Zeit die Stecker der Standby-Geräte wie Fernseher oder Halogenlampen zu ziehen. Damit lassen sich in zwei Wochen schon über 6 Euro sparen.
Der Kühlschrank ist ein besonders großer Stromfresser. Hier reicht es, wenn man ihn auf eine Temperatur von 5 bis 7 Grad schaltet, was laut der Verbraucherzentrale schon 15% Stromkosten im Jahr spart. Warme Speisen sollte man immer abkühlen, bevor man sie in den Kühlschrank stellt; die Kühltruhe muss regelmäßig abgetaut werden.
Ein guter Tipp ist es, bei 60° statt bei 90° zu waschen – das spart immerhin schon 30% des Stroms pro Waschgang. Außerdem die Trommel immer voll machen, keinen Schonwaschgang verwenden, denn der verbraucht zu viel Wasser. Das Waschmittel genau dosieren.
Was viele vergessen: Selbst kochen ist fast immer billiger als Fertigpackungen zu kaufen, das gilt selbst für Spaghetti mit Tomatensoße. Am besten die Zutaten einzeln kaufen und gut planen. Wenn etwas übrigbleibt, nicht einfach wegwerfen – hier kann man durchaus kreativ werden. Ein Tipp unserer Expertin Gisela Würzer zur Resteverwertung: altes Brot zu Semmelbröseln verarbeiten und daraus "Badischen Kirschplotzer" backen, einen sehr leckeren süßen Nachtisch:
Beim Kochen selbst sollte man außerdem darauf achten, dass der Topf mindestens genau so groß ist wie die Herdplatte. Die Restwärme kann man nutzen. Darüber hinaus lohnt sich ein Schnellkochtopf. Ein Deckel spart Wärme, und Kartoffeln und Gemüse müssen nicht komplett im Wasser schwimmen.
Letzte Änderung am: 28.06.2008, 00.01 Uhr