Ein Ortsporträt von Hermann Götz

Niedermoschel verdankt seinen Namen zum einen dem Moschelbach, zum anderen seiner Lage. Niedermoschel liegt ein bisschen "niedriger" als der Nachbarort Obermoschel. Moschel hat übrigens nichts mit Muschel zu tun, auch wenn sogar viele Moscheler das glauben: Der Moschelbach war früher stark versumpft, ein Moosbach also.
Aber Menschen haben sich dennoch schon früh hier niedergelassen: 1362 ist zum ersten Mal von Niedermoschel in einer Urkunde die Rede. Entstanden ist das Dorf am Fuße der Burg Lewenstein. Die wurde 1180 errichtet, aber schon 1525 im Bauernkrieg wieder zerstört. Die Gegend war von vielen kriegerischen Auseinandersetzungen betroffen, das Dorf wurde mehrfach geplündert und niedergebrannt.

Aber es gab auch andere Zeiten: Bodenschätze lockten Bergarbeiter aus Thüringen, Tirol und aus dem Harz nach Niedermoschel. Silber, Quecksilber und Kohle wurden abgebaut. Ein Museum im Dorf erzählt die Bergbaugeschichte Niedermoschels und der Region.
Es erzählt auch Dorfgeschichte, erzählt vom Vereinsleben und von den Menschen hier. Davon gibt es zur Zeit 570 und die sind in der Region bekannt als verschworene Gemeinschaft - in Niedermoschel packen alle mit an. Wie beim Bau des Museums oder des Kinderspielplatzes.

Bis vor kurzem spielte die Landwirtschaft noch eine Rolle - heute gibt es nur noch 3 Betriebe, die das Land, den Boden, nutzen und davon leben. Darunter eine Winzerfamilie, deren Reben allesamt in Steillagen stehen.
Arbeitsplätze müssen die Niedermoscheler außerhalb finden, in Bad Kreuznach und Mainz, in Kaiserslautern und Rockenhausen.
Niedermoschel
Verbandsgemeinde Alsenz-Obermoschel
Schulstr. 16
67821 Alsenz
Tel: 06362/303-0
Fax: 06362/2611
Letzte Änderung am: 21.07.2006, 00.00 Uhr