Ein Ortsporträt von Elmar Babst
aus der Sendung vom Freitag, 6.6.2008 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
777 – die magische Zahl für Heckenmünster, zumindest in diesem Jahr. Denn 2008 wird die Eifelgemeinde 777 Jahre alt – und das wird groß gefeiert. Vom 14. bis 16. Juni steht die 120-Einwohner-Gemeinde Kopf, die gesamte Hauptstraße wird zur Festmeile. Die Vorbereitungen laufen auf vollen Touren, und fast alle machen mit.
Eine Fahne mit dem neuen Orts-Wappen wurde entworfen, gestaltet von einer 15jährigen Schülerin. Die Ständer für die Fahnenstangen werden natürlich in Handarbeit geschweißt, die Fahnen von der Feuerwehr aufgehängt. Alte Kostüme nähen die Frauen im Dorf. Die Verkaufstände werden von den Männern gezimmert, das Holz im nahen Wald geschlagen. Und zwar direkt neben den Mineralquellen, die schon die alten Römer zu Heilbehandlungen aufsuchten.
Die eisenhaltigen Quellen und der permanente Schwefelgeruch in der Luft erregten aber auch schon zu Zeiten der Kelten das Interesse der Menschen und machten das Gebiet unweit der heutigen Gemeinde zu einer mystischen Kultstätte. Da passt die 777-Jahr-Feier doch bestens ins Bild.

Heckenmünster
Kurfürstenstr. 1
54516 Wittlich
Tel: 06571/107-0
Fax: 06571/10755
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 130 (Stand: 2008) |
| Gemeindeart: | Wohngemeinde |
| Geschichte: | Heckenmünster wurde erstmals um 1231 als "villam, que Monasterium appellatur" (Dorf, das Monasterium (Kloster) genannt wird) urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte zum Herzogtum Luxemburg und lag an der Grenze zum Kurfürstentum Trier. Ab 1794 stand Heckenmünster unter französischer Herrschaft, 1814 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet |
| Tourismus: | Landschaft, Schwefel- und Mineralquellen |
| Vereine: | Freiwillige Feuerwehr, Kirchenchor |
Letzte Änderung am: 23.05.2008, 23.34 Uhr
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