Ein Ortsporträt von Bernd Schwab

Schüller liegt in der Eifel, rund 30 Kilometer von Daun entfernt, unweit der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen. Den Ortsnamen Schüller gibt es nur einmal in Deutschland. Vermutlich hat er seinen Ursprung im lateinischen Wort "Scola", was so viel wie Schule bedeutet. Der Grund: Unweit des Dorfes verlief einst die Römerstraße von Trier nach Köln. Die Römer betrieben ganz in der Nähe des heutigen Dorfes eine Wehrschule.

Heute ist Schüller vor allem eine Wohngemeinde. Geschäfte gibt es keine mehr im Ort, allerdings eine Gaststätte. Früher war dort die Kirche des Ortes beheimatet. Doch das Gotteshaus wurde zu Beginn des Jahrhunderts zu klein, also bauten die Menschen gleich nebenan eine neue Kirche. Um sie zu finanzieren, sammelten die Schüllerer selbst in Köln und Düsseldorf Spenden - überaus erfolgreich, wie man heute sehen kann.

Schüller war schon immer ein Dorf der Künstler. Der international bekannte, im Jahre 1990 verstorbene Öl- und Glasmaler Georg Meistermann lebte jahrzehntelang in der Gemeinde. Auch heute spielt die Kunst eine gewichtige Rolle im Ort. Christof Breidenich eröffnete 1997 ein Atelier für Kommunikationsdesign und Kunstvermittlung. "Hierzuland" hat ihm bei der Arbeit über die Schulter geschaut.

Schüller
Rathausplatz 1
54584 Jünkerath
Tel: 06597/16-0
Fax: 06597/16-128
Letzte Änderung am: 09.01.2004, 00.00 Uhr
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