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Beltheim

Ein Ortsporträt von Thomas Keck

aus der Sendung vom Mittwoch, 25.2.2009 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Einer der ältesten Orte im Hunsrück ist Beltheim. Schon in der Steinzeit haben hier Menschen gewohnt. Eine verschüttete Wasserleitung, die vier Meter unter dem Dorf verläuft, legt Zeugnis von der Besiedlung durch die Römer ab.




Als Dorf existiert Beltheim seit mehr als 1100 Jahren. 1569, gegen Ende des Mittelalters, lebten hier 156 Menschen. Beltheims Bedeutung dürfte damals eher gering gewesen sein.





Heute, da rund tausend Menschen im Dorf wohnen, hat Beltheim immerhin ein paar Besonderheiten aufzuweisen: In einem Beltheimer Traditionsbetrieb werden Metalllaubsägen für die Juwelier- und Goldschmiedeindustrie hergestellt und in die ganze Welt verschickt. In einem anderen Betrieb werden Kindergarten-Möbel hergestellt, die ihren Weg ebenfalls schon bis in die Südsee gemacht haben. Beide Betriebe zählen zu den Marktführern ihrer Branche. Und das moderne Beltheim hat noch eine ganze Menge mehr zu bieten.

Karte Beltheim

Beltheim

Verbandsgemeinde Kastellaun

Kirchstr. 1
56288 Kastellaun
Tel.: 06762/403-0
Fax.: 06762/40360

Internet:
www.beltheim.de/
Daten & Fakten
Einwohnerzahl:990 (Stand: Dezember 2006)
Gemeindeart:ländliche Wohngemeinde mit etwas Landwirtschaft und Industriebetrieben
Geschichte:Steinzeitliche Funde, die römische Wasserleitung in einer Tiefe von vier Meter unter dem Dorf, eine römische Bronzemünze (im Jahre 309 n. Chr. in Ostia geprägt) und eine bronzene Epona-Statue sind stumme Zeugen einer über Jahrhunderte kontinuierlichen Besiedlung der Ortslage Beltheim. Die erste urkundliche Erwähung wird in das Jahr 893 datiert. Beltheim ist damit einer der ältesten Orte im Hunsrück. Der Ortsname hat sich nur leicht von „Beltuom“ nach „Beltheim“ gewandelt. Der ursprüngliche Ortsname läßt auf eine vorgermanische Namensgebung schließen, und in der Mundart heißt Beltheim immer noch „Beldem“.
Im Jahre 895 erscheint Beltheim erneut in den Schlagzeilen der Geschichte. Aus der Chronik des Regio von Prüm heißt es übersetzt:
„ ... Adalung wurde tödlich verwundet und im Trechirgau in einem Dorf namens Beltheim begraben.“
Der Satz lässt auf die Existenz einer Kirche mit Friedhof in Beltheim schließen, da als standesgemäßer Platz für die Beisetzung eines angesehenen Grafen nur ein Ort mit Kirche in Frage kam.
Die Mehrzahl der urkundlichen Zeugnisse des Mittelalters, in denen der Name Beltheim vorkommt, beziehen sich nicht auf Beltheim allein, sondern auf das Beltheimer Gericht, das auch für Buch, Burgen, Dommershausen, Eveshausen, Lahr, Lieg, Macken, Mörsdorf, Mörz, Petershausen, Sabershausen, Uhler und Zilshausen zuständig war. Dieses Beltheimer Gericht war ein Teil des „Dreiherrischen Gerichts“ auf dem Hunsrück, an dem Chur Trier einen halben und die Herren von Braunshorn sowie die Sponheimer je ein Viertel Teil hatten. Dieses „Dreiherrische Gericht“ bestand bis zum Jahr 1784.
Die Einwohnerzahl von Beltheim wurde erstmals 1569 mit 156 Personen in 26 Häusern genannt. Nach dem 30jährigen Krieg war diese Zahl auf fünf Häuser gesunken. 1773 hatte der Ort bereits 300 Bürger. Im Jahre 1809 waren es schon 406, 1840 lebten 542 Menschen im Dorf und 1864 hatte die Gemeinde 684 Einwohner, die in insgesamt 117 Wohnhäusern und vier Mühlen lebten.
Tourismus:Gaststätte
Vereine:Musikverein, Geschichts- und Kulturverein, Landfrauen, Sportverein, Kirchenchor

Letzte Änderung am: 17.01.2009, 00.01 Uhr



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