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Eckfeld

Ein Ortsportrait von Thomas Keck

aus der Sendung vom Mittwoch, 26.11.2008 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Eckfeld ist zwar nur ein kleines Eifeldorf mit knapp 400 Einwohnern, aber dennoch ist der Ort in gewisser Weise weltberühmt, und zwar wegen der Dinge, die früher hier los waren – sehr viel früher.

Im Ölschiefer eines 45 Millionen Jahre alten Trockenmaares entdeckte das naturhistorische Museum Mainz hier bei Ausgrabungen die Spuren von Fischen, Schlangen, Krokodilen, der ältesten Honigbiene der Welt sowie einem Urpferdchen. Anhand dieser Funde konnte nachgewiesen werden, dass in der Vulkaneifel einst ein subtropisches Klima herrschte. Ganz im Gegensatz zu heute, wo Eckfeld vom typischen Eifelwetter mit Regen, Nebel und eher frischen Temperaturen geprägt ist.


Dafür ist das Miteinander im Dorf umso wärmer und herzlicher. Gemeinsam haben die Eckfelder ihr Bürgerhaus errichtet. Das Backhaus mit der Brunnenanlage, der Spielplatz und die Ruhebänke werden von den Bürgern selbst gepflegt, ebenso wie die Grünflächen, für die es in Eckfeld eigene „Beetpatenschaften“ gibt.

Die Eckfelder Kirche stammt aus dem Jahr 1450 und ist eine Filialkirche von Buchholz. Auch im Gasthaus Höfchen oder im Bauernhofcafé, direkt am Maare-Mosel-Radweg gelegen, treffen sich die Eckfelder gern – und erzählen den Besuchern bei Bedarf gern etwas von den Dingen, die früher hier los waren, als sich in der Eifel noch Krokodile und Urpferdchen herumtrieben.

Eckfeld Karte


Eckfeld


Verbandsgemeinde Manderscheid

Kurfürstenstr. 15
54531 Manderscheid,
Tel.: 06572/9215-0
Fax.: 06572/921550

Daten & Fakten
Einwohnerzahl:400 (2008)
Gemeindeart:Ländliche Wohngemeinde mit etwas Landwirtschaft, einigen Betrieben und touristischem Angebot
Geschichte:Der Ort wurde im Jahre 973 in einer Schenkungsurkunde von Kaiser Otto I. erstmalig erwähnt. Hier wurden dem Kloster Echternach (Luxemburg) die Ländereien von "Ekkivelt" übertragen.
Der Turm der Eckfelder Kirche wurde um das Jahr 1450 erbaut und als Wehrturm ausgebaut. Am Turm wurde 1882 ein neues Kirchenschiff angebaut.
Bis in die 1960er Jahre des 20. Jahrhunderts war der Ort hauptsächlich durch die Landwirtschaft geprägt, die den Haupterwerb der Bevölkerung darstellte. Durch die zunehmende Industrialisierung und den technischen Fortschritt hat sich das Dorfbild über die Jahrzehnte grundlegend gewandelt. Heute sind nur noch vier Haupterwerbslandwirte im Ort. Der Haupterwerb der meisten Einwohner erfolgt in Handwerks- und Industriebetrieben in der näheren Umgebung und in den Städten Wittlich, Daun und Trier.
Durch die Grabungen am Eckfelder Trockenmaar wurde 1991 ein "Urpferdchen" mit einem Alter von ca. 45 Millionen Jahren ans Tageslicht gefördert. Die Fundstelle ist mittlerweile von weltweiter Bedeutung für Geologen in der Eozänforschung. Die meisten Funde kann man mittlerweile im eigens dafür geschaffenen Maarmuseum in Manderscheid bestaunen und auch interaktiv erleben.
Tourismus:Maare-Mosel-Radweg, Bauernhofcafé mit Maisfeld-Labyrinth, Wanderwege, Gasthaus Höfchen, Park mit Angelweiher
Vereine:Musikverein, Angelverein, Feuerwehr, Sportverein

Letzte Änderung am: 14.11.2008, 23.24 Uhr