Ein Ortsportrait von Gabi Keller
aus der Sendung vom Samstag, 24.3. | 18.05 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Ein riesiges, skorpionartiges Kunstwerk lenkt den Blick auf die Eintrittspforte zum schönsten Abschnitt der Göllheimer Hauptstraße: Auf das Dreisener Tor aus dem 18. Jahrhundert. Die Hauptstraße führt dann mitten durch den historischen Ortskern, vorbei an alten Fachwerkhäusern und Prachtbauten. Im Kontrast dazu stehen die überlebensgroßen, modernen Skulpturen, die bei Bildhauersymposien geschaffen wurden. Sie führen bei den Anwohnern immer noch zu heftigen Debatten. Vor allem die Inhaberin eines Schreibwarengeschäftes kommentiert das Kunstwerk gern, denn sie hat es täglich vor Augen. Ihr Geschäft war früher eine Buchdruckerei. Heute ist in den Räumen die Göllheimer Poststelle untergebracht.
Eine Etage höher wohnt und arbeitet ihr Schwiegersohn: Er betreibt eine Reparaturwerkstatt für Holzblasinstrumente. Mit drei anderen Musikern spielt er im Göllheimer Saxophon Quartett. Praktisch für die Gruppe, dass es in der Göllheimer Hauptstraße auch ein Tonstudio gibt. Hier werden Audioaufnahmen aller Art gemacht: unter anderem kann die Gruppe hier ihre eigene CD produzieren. Der Inhaber des Studios ist mit Frau und Kind zugezogen. Derzeit renovieren sie noch ihr Anwesen.
An der Hauptstraße steht auch die protestantischen Kirche, deren Turm noch aus dem 14. Jahrhundert stammt. Ihr gegenüber versteckt sich zwischen der alten Bausubstanz auch ein neueres Gebäude. Hier ist eine Wohngruppe für Senioren untergebracht. Der Pfarrer schaut öfter mal vorbei. Vier der älteren Damen besucht er besonders gern. Denn sie sind immer ausgesprochen lebhaft und humorvoll.

Letzte Änderung am: 18.02.2011, 23.20 Uhr