Ein Ortsportrait von Lutz Herrschaft
aus der Sendung vom Sonntag, 25.3. | 18.05 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Sie beginnt an einer Wallfahrtskapelle und endet am namensgebenden Schloß Schöneck, das über der Ehrbachklamm thront. Zwischen Kapelle und Schloß zieht sich die Schönecker Straße einen Kilometer durch den winzigen Bopparder Ortsteil Windhausen, über Felder, schließlich steil hinab in den Wald - zum Schloß.
Dessen älteste Mauern wurden um das Jahr 1200 errichtet, die Wohngebäude in ihrer heutigen Form stammen jedoch aus dem 19. Jahrhundert. 1910 erwarb der Frankfurter Maler Wilhelm Steinhausen das Ensemble; Steinhausens weitverzweigte Nachkommenschaft logiert bis heute immer mal wieder auf Schöneck, etwa anlässlich einer Familienfeier oder für einen Kurzurlaub. Die Marienkapelle am Anfang der Schönecker Straße wurde 1790 erbaut. Wenn im Mai die Wallfahrts-Saison beginnt, werden auch 2011 wieder zahlreiche Menschen zur Schwarzen Madonna von Windhausen pilgern.
Ziemlich genau in der Mitte der Schönecker Straße steht die Wanderhütte des Wanderclubs Hübingen-Windhausen. Dieser Verein wandert zwar nur einmal pro Jahr, ist aber ansonsten sehr aktiv: Bei zahlreichen Dorffesten ebenso wie in der Landschaftspflege, etwa, wenn es darum geht, Wanderwege offen zu halten oder attraktive Blickachsen freizuschneiden.
Direkt neben der Wanderhütte liegt die Weide von Manfred Wehrs Highland-Rindern; der Bio-Landwirt hat freilich noch einen zweiten Job: Er kümmert sich sozusagen als "Burgvogt" um Schloß Schöneck, das ja nur gelegentlich bewohnt wird (und für die Öffentlichkeit nur am Tag des offenen Denkmals zugängig ist). Seine Frau Dr. Sabine Laurent-Wehr schließlich praktiziert in Windhausen eine auf Homöopathie spezialisierte Ärztin - und möchte das Haus, in dem ihre Praxis untergebracht ist, allmählich zu einem Therapiezentrum im Sinne ganzheitlicher Medizin ausbauen.

Letzte Änderung am: 23.02.2011, 02.15 Uhr