Ein Ortsportrait von Heidrun Wieser
aus der Sendung vom Samstag, 10.3. | 18.05 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Irmtraut im Hohen Westerwald ist ein Dorf, das direkt an der hessischen Landesgrenze liegt. Irmtraut – ein netter Name, den es im Ort merkwürdigerweise überhaupt nicht gibt. Keine Irmtraud in Irmtraut. Immerhin 831 Einwohner, von denen die Arbeitenden überwiegend pendeln – in den Limburger oder in den Siegener Raum. Das funktioniert recht gut, denn mitten durch den Ort verläuft die Bundesstraße 54. Im Ort hieß die früher Mainzer Chaussee, heute heißt sie Mainzer Landstraße.
Auf dieser Straße gelangen die Irmtrauter in 20 Minuten nach Limburg und in 40 Minuten nach Siegen. Die Straße verbindet die A 45 mit der A 3 und wird von LKW-Fahrern, die die Maut sparen wollen, gerne als kostenlose Verbindungsstrecke genutzt. Das heißt in Zahlen: pro Tag fahren durchschnittlich 6.000 Fahrzeuge mitten durch Irmtraut.
Deshalb liegt den Irmtrautern daran, ihre Durchgangsstraße attraktiver zu machen. Einen Radweg gibt es schon und einen Kreisel. Nächstes Ziel: Einen Zugang zum Westerwaldsteig und einen Dorfladen, denn es gibt kein einziges Lebensmittelgeschäft im Ort. Aber direkt an der Mainzer Landstraße liegt ein schicker Blumenladen und eine richtig gute Werkstatt für Landmaschinen aller Art. Und – wenn auch von der Straße aus unsichtbar – im Gasthaus "Krone" gibt es morgens Brötchen und Zeitungen, einen guten Kaffee und im Sommer auch selbstgemachtes Eis. Irmtraut – ein Dorf auf dem Weg, ein Geheimtipp für Durchreisende zu werden.

Letzte Änderung am: 15.02.2011, 00.37 Uhr