Ein Film von Gudrun Fünter
aus der Sendung vom Samstag, 28.1. | 18.05 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Der „Hohenborn“ ist eine einzigartige Straße am Ortsrand von Schenkelberg im Westerwald. Sie heißt nach dem Quellgebiet „Hohenborn“, ist sehr schmal, mit nur zwei Häusern bebaut und mit nur 12 Anwohnern dünn besiedelt. Aber der Hohenborn direkt an der BN 8 fällt auf: Tipis, Totems und indianische wirkende Skulpturen stehen am Straßenrand. Der Künstler Jens Röser ist inspiriert von der Kultur nordamerikanischer Indianer. Seine „Indian Art“ lockt viele Besucher auf den Hohenborn, die Jens Rösers Faible für das Indianische teilen. Manche kleiden sie wie Indianer, steigen mit Jens Röser auf Zeit aus der Gesellschaft aus. Röser war Fotograf in der Werbeindustrie, stieg aber vor zwei Jahren aus und lebt seitdem allein von der Kunst.
Schon von der B8 aus zu sehen ist auch das Damwild von Roland Harke. Seine Großeltern kamen als Vertriebene auf den Hohenborn, begannen erst mit der Landwirtschaft, eröffneten später eine Pension. Auch das zweite Haus in der Straße war einmal Bauern- und Gasthof. Kurgäste kamen bis aus Köln und Duisburg, um die westerwälder Landluft zu genießen. Heute gehört dieses Haus Hanno Maier. Er brachte eine riesige Sonne aufs Dach und einen Teakwondo-Verein in die ehemalige Gaststätte. Ein ungewöhnlicher Verein, der viel Leben in den Hohenborn bringt. Die Mitglieder trainieren im Winter im alten Gasthaus, im Sommer auf einer Wiese im Hohenborn und treffen sich selbst im Januar zu einer Vollmond-Fackelwanderung.

Letzte Änderung am: 19.01.2011, 18.13 Uhr