Ein Film von Uwe Reiter
aus der Sendung vom Mittwoch, 19.1.2011 | 18.55 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz

Der 15. November 1870 ist für Jünkerath ein ganz wichtiges Datum. Die erste Bahnlinie durch die Eifel nahm damals ihren Betrieb auf und Jünkerath lag auf der Strecke. Der Ort, der nur aus ein paar Häusern bestand wurde in den darauf folgenden Jahren zum Eisenbahnknotenpunkt und zu einem Zentrum der Schwerindustrie. Heute gibt es immer noch eine Eisengießerei im Ort mit einer 350-jährigen Tradition und die Bahn spielt immer noch ein große Rolle: Jünkerath liegt im Kylltall direkt an der Bahnstrecke Köln-Trier.
Die verkehrsgünstige Lage hat sicher mit dazu beigetragen, dass Jünkerath mit seinen 1900 Einwohnern einer der Hauptorte der Verbandsgemeinde Obere Kyll ist. Hauptschlagader des Straßendorfs ist die B 421, die hier den mondänen Namen Kölner Straße hat. Sie ist d i e Einkaufsmeile nicht nur für Jünkerath, sondern auch für die Region. Hier wohnen Menschen mit ganz erstaunlichen Biographien und Doppelbegabungen: Künstler, Sänger und sogar ein Komponist und Nachfahr Franz Schuberts. Außerdem werden hier ganz seltene Schwarze Elchhunde gezüchtet.

Letzte Änderung am: 10.12.2010, 23.26 Uhr