Ein Ortsportrait von Gudrun Fünter
aus der Sendung vom Mittwoch, 15.9.2010 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Der Keramiker Sebastian Klose suchte ein Haus in der Sonne, nicht im Tal, nicht im Schatten von Bäumen und fand ein altes Bauernhaus in Krankel. Vor zwei Jahren zog er ein, und seitdem hat sich das Haus verändert: den Bauerngarten zieren Steinskulpturen, am Teich sitzt eine Meerjungfrau aus Keramik und im neuen Atelier des Haus entstehen Geschirr, Gebrauchs – und Gartenkeramik. Sebastian Klose hat es gut angetroffen im 160 Einwohner-Ort Krankel, einem Ortsteil von Asbach im Westerwald.
Der Nachbar Reiner Narres ist Vorsitzender des Fahr-, Reit- und Zuchtvereins Asbacher Land und ausgewiesener Pferdefreund. Er und seine Frau züchten Pferde, die die Gesellschaft zur Erhaltung alter Haustierrassen als extrem gefährdet einstuft. Dabei sind die Warmblüter aus dem niederbayrischen Rottal sehr belastbare, nervenstarke Tiere und für Rainer Narres ideale Kutschpferde. Der Krankel Pferdefreund ist Kutschfahrtrainer und in seiner Freizeit oft auf dem Kutschbock anzutreffen.
Ortsprägend ist die Kapelle in Krankel, die dem Heiligen Wendelinus, dem Schutzheiligen der Haustiere gewidmet ist. Davon gibt reichlich in Krankel. Drei Landwirte halten Rinder als Milch oder Mastvieh. Es gibt sie noch, die Kuhherden, die abends über die Straße in Krankel zum Stall getrieben werden.

Krankel
Flammersfelder Straße 1
53567 Asbach
Tel: 02683/912-0
Fax: 02683/912-134
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | ca. 160 (Stand: 2010) |
| Gemeindeart: | landwirtschaftlich geprägte Wohngemeinde |
| Geschichte: | Erste urkundliche Erwähnung 1496, die kleine Wendelinuskapelle wurde 1903 eingesegnet und nach schweren Kriegsschäden 1963 neu aufgebaut. |
| Vereine: | Fahr-, Reit- und Zuchtverein Asbacher Land |
Letzte Änderung am: 09.09.2010, 18.15 Uhr