Ein Ortsportrait von Elmar Babst
aus der Sendung vom Montag, 9.8.2010 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Kammerforst liegt verkehrsgünstig nahe der A48 und A3 im Westerwald. Trotzdem ist der Ort klein geblieben – die Schallmauer von 300 Einwohnern wurde noch nie durchbrochen. Das hat seine Gründe: liebevoll dokumentiert in einer bunten Kiste, die von Bürgermeister zu Bürgermeister weitergereicht wird. Darin steht auch, dass die Gemeinde erst 1680 von wallonischen Arbeitern gegründet wurde, die in der Nähe nach Eisenerzen gegraben haben.
Heute verdienen nur noch wenige ihr Geld in Kammerforst. Eigentlich nur die, die für ihre Arbeit die Ruhe des Westerwaldes suchten. Dazu zählen das Designerehepaar Hohngarten-Feistel, das sich vor Jahren beim Studium in Mainz kennen- und lieben gelernt hat – und seit mehr als 20 Jahren ihre Inspiration in Kammerforst findet. Während er Musiklautsprecher designet und verkauft, ist sie weltweit sehr gut im Geschäft mit Gläsern, Essservice und Bratpfannen. Auch die Koblenzer Tierpsychologin Michaela Luig hat es in den Westerwald verschlagen, um mit Tieren – und ihren "Herrchen" – in Ruhe arbeiten zu können.

Kammerforst
Rathausstr. 48
56203 Höhr-Grenzhausen
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 280 (Stand: 2010) |
| Gemeindeart: | Wohngemeinde |
| Geschichte: | Die Gemeinde entstand etwa um das Jahr 1680. Gegründet wurde sie durch wallonische Gastarbeiter, die in der Umgebung nach Eisenerz suchten. |
| Tourismus: | Wanderwege |
Letzte Änderung am: 02.07.2010, 23.29 Uhr