Ein Ortsportrait von Harald Hort
aus der Sendung vom Donnerstag, 15.7.2010 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Geizenburg ist einer der Ortsteile von Pluwig in der Nähe von Trier. Einst gab es hier wirklich eine Burg, doch Überbleibsel von ihr sucht man heute vergeblich.
Genau so wenig findet man einen Lebensmitteladen, eine Kneipe, eine Kirche (immerhin eine Josefskapelle gibt es, in der einmal im Jahr Gottesdienst gefeiert wird).
Gut – etwas Gewerbe ist auch noch da: Eine Schreinerei, ein Busunternehmen, ein Elektro-, ein Sanitärunternehmen. Das ist wieder ganz ordentlich für ein 137-Seelen-Örtchen. Außerdem lebt und arbeitet hier der letzte Bauer nicht nur von Geizenburg, sondern von ganz Pluwig.
Er, beziehungsweise seine Rindviecher, sind, unter anderem, daran schuld, dass in Geizenburg mehr Tiere leben, als Menschen.
Das geht los mit den Schwalben unterm Dach von Arno Erzig. Sie machen zwar viel Dreck, aber sie bringen auch Glück. Davon ist der Hausbesitzer fest überzeugt.
Nicht weit davon weg lebt der 12jährige Marius Müller. Er hält sich Hühner, Enten und ein paar Wachteln. Die Eier gibt er den Nachbarn. Wenn er dafür mal etwas Geld bekommt, dann investiert er es direkt in sein Pferd.
Im Wald am Ortsrand verstecken sich sehr idyllisch einige Wochenendhäuschen. Einer der Bewohner hält hier eine kleine Herde von Soay-Schafen. Eine Rasse, deren Ursprung sich bis in die Steinzeit zurückverfolgen lässt.
Das sind längst nicht alle tierischen Bewohner, die es kennen zu lernen gilt. Es ist also kein Wunder, wenn hier auch Menschen leben, die von den Tieren leben: das sind, neben dem Landwirt und Rinderzüchter, eine Tierärztin, ein Hufschmied und die Leiterin einer Hundeschule.

Geizenburg
Untere Kirchstraße 1
54320 Waldrach
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 137 |
| Gemeindeart: | Wohngemeinde mitten in der Natur, Pluwiger Schweiz |
| Geschichte: | Die erste urkundliche Erwähnung von Pluwig stammt aus dem Jahre 981, in dem Pluwig als Bubiacum benannt wird. Von einigen Namenforschern wird Pluvei auf die Grundform Pluviacum zurückgeführt. Ortsnamen auf -acum sind für unsere Gegend typisch: Sie bezeichnen kleine Siedlungen keltischen bzw. römischen Ursprungs. |
| Tourismus: | Heilige Walburga Statue mit Wanderweg, St.Josef Kapellchen, Dorfplatz Fliegerkreuz, Gertzkreuz, Bätstän Schöne Kulturlandschaft zum Wandern |
| Vereine: | Bätsstän Kraxler –Wanderverein |
Letzte Änderung am: 18.06.2010, 23.43 Uhr