Ein Ortsportrait von Lutz Näkel
aus der Sendung vom Freitag, 7.5.2010 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Die Luther-Eiche ist das Wahrzeichen von Dornholzhausen, einem 230- Einwohner-Dorf im Taunus. Bis vor wenigen Jahren trieb der Baum vor der Kirche noch jeden Frühling Blätter aus. Dann starb die Eiche, weil Pilze sie befallen hatten. Den toten Baum ließen die Dornholzhausener stehen, und ein Künstler verzierte den Stamm mit Reliefs, dargestellt sind Szenen aus dem leben Martin Luthers.
Die alte Dorfkirche stammt noch aus der Zeit vor der Reformation. Hier werden regelmäßig Gottesdienste abgehalten, der evangelische Pfarrer wohnt auch im Dorf, ist aber noch für einige andere Gemeinden zuständig.
Auch die vorchristliche Geschichte ist in Dornholzhausen noch anschaulich. Hügelgräber im Wald belegen, dass hier einst die Kelten siedelten. Und auch die Römer haben dort ihre Spuren hinterlassen: Ganz deutlich sind noch die Reste des Limes zu erkennen, ein Wall- und Grabensystem, das die Grenze zwischen dem Römischen Reich und den Germanenstämmen im Osten bildete. „Offiziell“ gibt es Dornholzhausen seit 1260, und gerade bereitet sich das Dorf auf die 750-Jahr-Feier vor. Dazu wird der ganze Ort besonders schön herausgeputzt…

Dornholzhausen
Am Adelsheimer Hof 1
56377 Nassau/Lahn
Tel.: 02604/9702-0
Fax: 02604/970258
Letzte Änderung am: 16.04.2010, 23.43 Uhr