Ein Ortsportrait von Markus Bundt
aus der Sendung vom Samstag, 7.5.2011 | 18.05 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Ein Sturz auf den Boden, das Bein ist ab, der Arm kaputt – ein Scherbenhaufen, der nicht mehr zu reparieren ist – oder doch? Christine Steffenhagen restauriert Skulpturen, aus Porzellan, Ton und Keramik. In mühevoller Kleinarbeit bringt sie wieder zusammen, was zusammen gehört, und zwar so, dass hinterher nichts mehr zu sehen ist. 350 Menschen leben in Rinzenberg, am südlichen Rand des Hochwalds und das Dorf hat seine ganz eigene Geschichten – wie die vom Bauern, der in "Kobelenz uff de Brigg, sei Gligg finne soll" und es auch findet, auf Umwegen - in Rinzenberg.
Weniger mit Glück, sondern vielmehr mit vielen Proben übt die Theatergruppe zur Zeit ein neues Stück ein. Darin geht es um die altmodische Dorfkneipe, die im amerikanischen Stil auf Vordermann gebracht werden soll. American Style und Hunsrücker Dialekt brauchen denn auch ein bisschen Anlauf, um gemeinsam zur Sache zur kommen – eine Komödie mit teils tragischen Verwicklungen. Das Gasthaus Gordner dagegen ist genau so, wie sich die Rinzenberger ihre Kneipe vorstellen. Gemütlich, mit guter Hunsrücker Hausmannskost. Und nicht nur die Männer vom Freitagsstammtisch hoffen, dass Brunhilde Gordner die Kneipe noch lange offen hält. Mehr Gäste wünscht sich die Wirtin für die Zukunft, vielleicht ein paar Wanderer, die in den Wäldern rund um Rinzenberg spazieren gehen. Denn das Dorf hat einen prächtigen Waldbestand, dem auch der letzte große Sturm nicht viel anhaben konnte.
Die Natur und die Ruhe genießt auch der Künstler Philippe Devaud. Seine Bilder sind riesig, genau wie seine Kunst. Er malt für die Städte und die Reichen in der ganzen Welt und kehrt doch immer wieder zurück nach Rinzenberg, weil er hier die Weite und die Freiheit spürt.

Rinzenberg
Schneewiesenstraße 21
55765 Birkenfeld
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Letzte Änderung am: 13.04.2010, 00.57 Uhr