Ein Ortsportrait von Christian Gallon
aus der Sendung vom Donnerstag, 25.3.2010 | 18.45 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Das an der Südseite des Hunsrücks unmittelbar an den Soonwald angrenzende Dorf Münchwald liegt in freier Lage auf einer Hochebene. Die Ortssilbe „Münch“ leitet sich von „Mönch“ ab. Um das Jahr 1200 richtete das im Rheingau gelegene Kloster Eberbach hier im Hunsrück einen Klosterhof ein. Auch das Ortswappen – das einen Mönch mit einer Rodehacke zeigt - bezieht sich auf diese Zeit. Heute leben in der ländlich geprägten Gemeinde rund 300 Menschen. Einer von ihnen ist Uwe Rumeney. Der gelernte Zimmerer gründete 1982 die Firma „Ars Ligni“, was im Deutschen soviel wie „Holzkunst“ bedeutet. Die neun Mitarbeiter haben sich darauf spezialisiert, Fachwerkhäuser fachgerecht zu restaurieren, zu reparieren oder auch komplett abzutragen und neu aufzubauen.
Dem Werkstoff Holz ist auch Uwe Wittkopf seit Jahrzehnten eng verbunden. Bis zu seiner Pension arbeitete er als Schreinermeister. Seit zwölf Jahren hat er endlich Zeit, sich seinem Hobby zu widmen: dem Drechseln. Vom überlebensgroßen Holzbär im eigenen Hof bis hin zum filigranenen Schnupftabakdöschen reicht sein Repertoire. Ein ebenfalls kreatives Handwerk üben Familie Jung und Albert Wingenter aus: Sie töpfern. Mit Albert Wingenter besteht der Familienbetrieb bereits in der sechsten Generation. Er töpfert die klassischen Gegenstände wie Töpfe, Vasen und Gefäße. Familie Jung hat sich hingegen auf modernes Keramikdesign spezialisiert, beispielsweise in Form von Gedecken und Servicen.
Künstlerisch ambitioniert gibt sich auch das Ehepaar Langhans. „Klangfarben“ nennen die Malerin und der Musiker ihr „Forum für Musik und Kunst“. Seit 15 Jahren kommen Interessierte aus der ganzen Region hierher, um bei ihnen malen, musizieren oder kochen zu lernen. Die künstlerische Kreativität ist in dem kleinen Hunsrückdorf Münchwald also stark verwurzelt.

Münchwald
Dorfstraße 16
55595 Münchwald
Tel: 06706/244
Fax: 06706/902747
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 327 (Stand: 2010) |
| Gemeindeart: | Wohngemeinde |
| Geschichte: | Aus kleinstem Anfang mit nur sechs Familien in den Jahren 1700 und 1701 hat sich Münchwald bis heute zu einer modernen Wohngemeinde entwickelt. Während frühere Generationen überwiegend in bescheidenen Verhältnissen von der Landwirtschaft lebten, hat sich unser Dorf, vor allem seit den 1950er Jahren sehr verändert. Zunehmend siedelten sich zu dem schon länger ausgeübtem Töpferhandwerk andere Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe an. |
| Tourismus: | Mehrere Speiserestaurants, modern eingerichtete Ferienwohnungen, Privatpensionen und erholsame, schöne Wanderwege rund um unser Dorf und im nahen Soonwald laden die Erholungssuchenden zum Verweilen ein. |
| Vereine: | Volksbildungswerk, Sportgemeinschaft, Feuerwehrförderverein, Freiwillige Feuerwehr |
Letzte Änderung am: 17.03.2010, 02.16 Uhr