Ein Ortsportrait von Ulrike Wilhelm
aus der Sendung vom Samstag, 9.10.2010 | 18.05 Uhr | SWR Fernsehen in Rheinland-Pfalz
Etwas Alternatives haftete dem Bärenbrunnerhof schon immer an. Ist er doch schon lange ein Bio-Bauernhof. Und beliebter Treffpunkt der Kletterfreunde von überall her. Da war in früheren Jahrzehnten wohl einiges los, in dem stillen Tälchen im Pfälzer Wald. Heute geht es gesitteter zu. Landwirtschaft ist hier immer noch, und auch die Kletterer erproben sich weiterhin an den Buntsandsteinfelsen im Dahner Felsenland. Nach einigen Jahren der Ruhe ist der Bärenbrunnerhof zu neuem Leben erwacht.
Die Bio-Landwirtschaft hat ein junges Paar übernommen. Sie haben die Palette der Bauernhof-Tiere beträchtlich erweitert. Sehr zur Freude der kleinen Besucher des Hofes, die mit Ponyreiten und Schweine gucken hier echtes Kinder-Glück finden können. Der Hofladen bietet vieles, was direkt aus dem Tal kommt. Der Hof betreibt Direktvermarktung und auch aus der Pilzzucht im Bärenbrunnertal kommt manche Leckerei.
Im Mittelalter war Bärenbrunn ein richtiges Dorf. Das ist schon lange vorbei. Auf den ersten Blick gibt es hier nur noch ein einsames Gehöft mitten zwischen Wald und Wiesen und eine stille Mühle weiter unten im Tal. Doch das Bärenbrunnertal ist für Feriengäste und Wochenendbesucher Anlaufpunkt zum Spazieren gehen und Wandern, der Hof mit seiner – mittlerweile ebenfalls biologischen - Gaststätte ein gerne angesteuertes Ausflugsziel der Vorderpfälzer. So bietet das Bärenbrunnertal zwar stille Waldeinsamkeit im Pfälzer Wald, aber langweilig wird es den Bewohnern hier gewiss nicht.

Bärenbrunnerhof
Schulstraße 29
66994 Dahn
Tel: 06391/406-0
Fax: 06391/1362
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 20 (Stand: 2009) |
| Gemeindeart: | Gehöft und Mühle |
| Geschichte: | Bärenbrunn war im 14. Jhd. ein Dorf; damals Eigentum der Abtei Klingenmünster; kam 1389 in den Besitz des Grafen Eckebrecht von Dürkheim; im 30jährigen Krieg wurde das Dorf zerstört; 1712 gingen die Äcker, Wiesen und Wälder von Bärenbrunn an den Bürger Nikolaus Lorch, der den heutigen Hof und die Mühle anlegte, in der Französischen Revolution wurden sie versteigert; um 1830 pachtete Johannes Guth Bärenbrunn, seitdem ist die Familie Guth hier ansässig |
| Tourismus: | Kletter- und Wandermöglichkeiten rundum, beliebte Ausflugs-Gaststätte seit den 1920er Jahren, Ferienwohnungen, Ponyreiten |
Letzte Änderung am: 16.09.2009, 02.18 Uhr