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Alsdorf/Sieg

Ein Ortsporträt von Lutz Näkel

Alsdorf liegt im Oberwesterwald, angrenzend an das Städtchen Betzdorf, am Zusam-menfluss von Daade und Heller. Ein Ort, der seit alters her von Gewerbe und Industrie geprägt ist. Früher waren es der Bergbau und die Eisenhütte, die den Alsdorfern den Lebensunterhalt garantierten. Davon zeugt noch das 1680 erbaute "Hüttenschulzenhaus", heute innen wie außen liebevoll restauriert. Im 20. Jahrhundert kamen die Fabriken. Maschinenbau- und Textilindustrie. Den Alsdorfern ging es gut, die Gemeinde konnte sich was leisten: aufwändige Sportanlagen, zwei Kindergärten, ein repräsentativ ausgebautes Bürgerhaus. Bei einer Million Euro Gewerbesteuereinnahmen im Jahr kein Problem.

Dann kam vor drei Jahren das Aus: Der Maschinenbauer ging bankrott, das Textilunternehmen verlagerte seine Produktion ins Ausland. 800 Arbeitsplätze fielen weg, das reiche Dorf wurde zum armen Dorf. Jetzt sucht die Gemeinde Unternehmen, die sich in Alsdorf ansiedeln wollen.

Dass die Alsdorfer Probleme lösen können, haben sie in der Vergangenheit bewiesen. In der katholischen Kirche, die Anfang der 50-er Jahre in Eigenleistung errichtet wurde, bauten sie das Untergeschoss zur evangelischen Kirche aus - eine Kirche für zwei Konfessionen, und das geht seit mehr als 30 Jahren ohne Probleme.

Gemeinde Alsdorf

Verbandsgemeinde Betzdorf

Hellerstr. 1
57518 Betzdorf
Tel.: 02741/291-0
Fax: 02741/29119

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