Ein Ortsporträt von Hermann Götz

1907 wurde Mombach als erstes der Dörfer rund um Mainz eingemeindet. Besonders attraktiv war sicherlich eine blühende Landwirtschaft und daneben eine aufstrebende Industrie. Mainz hatte mit den 7.000 Mombachern zusammen 100.000 Einwohner.
Jahrhundertelang waren die Mombacher alleine zurechtgekommen, wahrscheinlich sogar Zehntausende von Jahren. Denn Ausgrabungen zeigen, dass auf dem Gebiet des heutigen Mombachs schon in prähistorischer Zeit Menschen gelebt haben. Aber schriftlich dokumentiert sind Mombacher erst seit 1218.

Als Stadtteil von Mainz verfügt Mombach über eine hervorragende Infrastruktur. Mombach war schon immer ein bedeutender Industriestandort, obwohl auch hier viele Arbeitsplätze im produzierenden Gewerbe im Laufe der Zeit verlorengegangen sind. Charakteristisch ist der abrupte Wechsel von Industriegebieten und Naturschutzgebieten wie etwa dem berühmten "Mainzer Sand". Die Landwirtschaft beschränkt sich heute auf einen Vollerwerbsbetrieb und zahlreiche Kleingärtner.

Die einst große Bedeutung der Landwirtschaft für Mombach bezeugen Namen von Fastnachtsvereinen: Da tauchen Maleten, also Aprikosen, und Bohnen auf. Viele der 14.000 Mombacher sind Mitglied in solch närrischen Vereinen und die Sitzung der Mombacher Bohnebeitel, die jedes Jahr vom SWR übertragen wird, erfreut sich in der Zuschauergunst außerordentlicher Beliebtheit.
Mombach (Stadt Mainz)
Hauptstraße 136
55120 Mainz
Letzte Änderung am: 04.03.2003, 00.00 Uhr