Ein Ortsporträt von Hermann Götz

767 taucht zum ersten Mal der Name des Dorfes in einer Urkunde auf. Das "Gaginheim", von dem die Rede ist, könnte sich auch aber auf ein anderes Dorf beziehen. Über "Goganheim" im 9. Jahrhundert und "Gugenheym" im 14. Jahrhundert entwickelt sich der Name schließlich zu "Jugenheim".

Das 18. Jahrhundert war sicher die bedeutendste Zeit in der Geschichte des Dorfes. Da gehörte Jugenheim den Fürsten von Nassau-Saarbrücken. Es entstanden Martins-Kirche und Amtshaus. Das diente als Gericht und war Sitz eines Amtmannes. 1794 weilte hier Fürst Heinrich, als die französischen Revolutionstruppen Saarbrücken einnahmen. Dadurch wurde Jugenheim für kurze Zeit Regierungssitz.
Die riesige Kirche in Jugenheim wurde von Friedrich Joachim Stengel, einem Baumeister aus Saarbrücken, entworfen. Im alten Turm der Kirche befinden sich Wandmalereien aus der Zeit um 1400, im neuen Teil eine prachtvolle Orgel der Gebrüder Wegmann.

Schmucke Fachwerkhäuser, wertvolle Türen und so manches entdeckenswerte Bau-Detail finden sich im alten Ortskern. Rund um das alte Jugenheim sind mehrere Neubaugebiete entstanden und ein Gewerbegebiet. Ein Lebensmittelmarkt und eine Bäckerei decken die Grundversorgung ab. Daneben gibt es in Jugenheim Gaststätten, Vereine, einen Kindergarten, Jugendräume und Begegnungsstätten für Senioren - kurz: eine beneidenswerte Infrastruktur für 1.600 Jugenheimer.
Jugenheim
Pariser Straße 110
55268 Nieder-Olm
Tel.: 06136/69-0
Fax: 06136/69210
Letzte Änderung am: 14.02.2003, 00.00 Uhr