Ein Ortsporträt von Christian Gallon

Gondershausen im Hunsrück gehört zur Verbandsgemeinde Emmelshausen und liegt nur wenige Kilometer von der A 61 entfernt. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort im Jahre 897.
Mehr als 1.000 Jahre ist der Ort getrennt - in Obergondershausen und Niedergondershausen. Unten leben die "reichen" Bauern, während im Oberdorf der ärmere Teil der Bevölkerung zu Hause ist.

Die Menschen in Obergondershausen verdienen sich einen Teil ihres Geldes mit Besen binden - und so kam alsbald der Spitzname "Gonderscher Besembenner" auf. Heute empfängt den Besucher am Ortseingang eine Verkehrsinsel mit drei in die Luft gestreckten Besen aus Stahl. Im Ort selbst gibt es sogar noch einen Besenbinder: Willi Eiskirch. Seit 55 Jahren bindet er seine "Naturbesen" - Reisig von Birkenbäumen, mit Stielen aus Haselnuss-Holz.
Von den 1.350 Einwohnern verdienen heute knapp 100 ihr Geld mit dem Verarbeiten von Leder - bei der Firma Lederchrist. Hier werden Lammfell-Jacken, - Mäntel und -Blousons hergestellt.

Im Wohnhaus von Bruno Bauerfeind lebt Gondershausener Heimatgeschichte. Sein Fachwerkhaus ist voller alter Möbel, Geräte und Utensilien des vergangenen Jahrhunderts.
Anlässlich der 1.000-Jahrfeier - 1997 - beschlossen fünf Gondershausenerinnen Musik zu machen. Die Gruppe nennt sich "Vulpius" und erweckt mittelalterliche Renaissance-Musik wieder zum Leben. Ein Verein, der noch heute den ortseigenen Spitznamen trägt, ist der Karnevalsverein: "die Gonderscher Besembenner" und zu denen gehört noch heute der Karnevalsprinz von 1960 - Willi Eiskirch.
Gondershausen
Rathausstr. 1
56281 Emmelshausen
Tel.: 06747/121-0
Fax: 06747/12159
Letzte Änderung am: 10.01.2003, 00.00 Uhr