Ein Ortsporträt von Thomas Keck

Früher lag Kaltenengers zwischen Rhein und Altrheinarm auf einer Insel. Der Altrheinarm existiert nicht mehr, doch wenn Hochwasser ist - und das kommt hier einige Kilometer nördlich von Koblenz recht häufig, dann ist das einstige Bett des Altrheins überflutet und ein Teil von Kaltenengers dazu. In der Verbandsgemeinde Weißenthurm ist Kaltenengers der einzige Ort, dessen Feuerwehr auch gleichzeitig alle Aufgaben einer Wasserwehr übernimmt.

Wasser ist für den Ort überhaupt ein wichtiges Thema. Die Vereinigten Wasserwerke Weißenthurm/Koblenz fördern hier aus einem der größten Wasservorkommen der Republik. Bis in die Eifel wird das Wasser aus der Wassergewinnungsanlage Kaltenengers geliefert. Doch wirtschaftlich profitiert der Ort keineswegs von diesem Reichtum. Im Gegenteil! Durch die Wasserschutzzonen ist es nicht möglich, Gewerbe anzusiedeln. Die bestehenden Betriebe haben lediglich einen Bestandsschutz. Noch gibt es zwei Betriebe für Bimsstein-Verarbeitung und einen Betrieb für Natursteine.

Das Wasser ist natürlich auch für viele Privathaushalte ein Problem. Margret Hoffend etwa hat schon Mühe, ihre Tütensammlung vor dem Hochwasser zu schützen. Die Sammlung umfasst übrigens weit über tausend Stücke und ist damit eine der größten, wenn nicht die größte ihrer Art in Deutschland. Die Tüten kommen aus aller Herren Länder und es sind viele edle Exemplare dabei. Auch eine große Muschelsammlung hat Kaltenengers zu bieten. Aber das ist bei soviel Kontakt zum Wasser kein Wunder.
Kaltenengers
Kärlicher Straße 4
56575 Weißenthurm
Tel. (02637) 913-0
Fax. (02637) 913100
Letzte Änderung am: 03.01.2003, 00.00 Uhr