Ein Ortsporträt von Wolfgang Bartels

Steinborn - das Dorf mit dem steinernen Brunnen. Aber nicht vom Stein lebt die Gemeinde in der Kyllburger Waldeifel, sondern vom Holz. Steinborn ist eines der waldreichsten Dörfer in der Westeifel. Steinborn hat sich bis heute den Charakter eines Bauerndorfes aus der Mitte des 19. Jahrhunderts bewahrt.
Die 265 Einwohner geben sich alle Mühe, das alte Ortsbild und die Traditionen zu bewahren.

Hubertus, der Schutzpatron des Waldes und der Jagd, ist der Schutzheilige des Dorfes. Ihm ist die katholische Filialkirche geweiht, deren Innenraum großflächige Wandgemälde schmücken.
Bauer Gerd Esch gewinnt im Wald die Wärmeenergie, die er auf seinem Bauernhof verbraucht. Weil er den Geruch von Dieselöl nicht ertragen will, hat er sich eine vollautomatische Holzhackschnitzelheizung angeschafft, die er selbst mit Brennstoff versorgen kann. Im Herbst fährt er in den Wald und schreddert weniger wertvolle, krumme Baumstämme zu Hackschnitzeln.

Um das wertvolle, gerade gewachsene Holz kümmert sich Schreinermeister Christof Pflüger. Er baut daraus hochwertige Möbel und Türen. Viele individuell gestaltete Haustüren aus seiner Werkstatt schmücken den Ort.
Einem Holz ganz anderer Art hat sich der aus Amerika stammende Charles Hübner verschrieben: Er betreibt in Steinborn eine Werkstatt für Fagotte und gilt europaweit als Experte für das eigenartige Holzblasinstrument. Steinborn lebt also nicht nur vom Wald, es gibt sogar einen Steinborner, der das Holz zum Klingen bringt.
Steinborn
Marktplatz 8
54655 Kyllburg
Tel.: 06563/59-0
Fax: 06563/59220
Letzte Änderung am: 22.11.2002, 00.00 Uhr