Ein Ortsporträt von Stefan Hartstang

Haserich liegt im Hunsrück. Ein kleiner, landwirtschaftlich geprägter Ort mit 250 Einwohnern. Schon die Kelten zogen hier um 500 v. Chr. auf dem "Keltenweg" entlang. Die Hasericher erhalten noch heute ihr Wasser von einer Quelle oberhalb des Ortes.
Mitte des 19. Jahrhunderts hatte ein Landwirt die Idee, eine Wasserleitung von der Quelle in den Ort zu legen. Ein Brunnen wurde gebaut - ein Teil nutzbar als Viehtränke, ein Teil zum Wäsche waschen und ein dritter Teil zum Reinigen der Runkelrüben. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde dann jedes Haus an das ortseigene Wassernetz angeschlossen.

Haserich hat keine Geschäfte mehr und auch keine Industrie. Das Gewerbegebiet für die Gemeinden der Umgebung liegt im zwei Kilometer entfernten Blankenrath. Mitten im Ort steht eine kleine Kapelle, geweiht dem heiligen Erzengel Michael, dem Kirchenpatron der Gemeinde. Jeden Tag gegen halbzwölf kommt Christel Staudt in die Kapelle. Von ihrem Vater hat sie das Glockenläuten in Haserich übernommen. Nicht elektrisch, sondern immer noch von Hand werden die Hasericher Glocken geläutet.

Von Gründonnerstag bis Ostersamstag schweigen die Glocken jedoch, dann sind die Kinder im Ort gefragt.
Mit Klappern und Rasseln sind sie auf den Straßen unterwegs und ersetzen das Geläut.
Haserich
Corray 1
56856 Zell (Mosel)
Tel.: 06542/701-0
Fax: 06542/70156
Letzte Änderung am: 01.04.2004, 00.00 Uhr