Ein Ortsporträt von Oliver Wittkowski

Harte Brände und heiße Schlitten - so kennt man die Eifelgemeinde Trimport aus den Medien. Berichtet wurde schon öfter über den Obstbauern, der mit seiner Initiative die Vermarktung des regionalen "Eifelbrands" ankurbelte. Ebenso machte das traditionelle Seifenkistenrennen den Ort überregional bekannt.

Doch eigentlich leben die 330 Einwohner des Ortes im Landkreis Bitburg-Prüm eher beschaulich, wenn nicht gerade der Feierabendverkehr durch das Straßendorf rauscht. In der Gemeinde findet man nur noch wenige Streuobstwiesen, aber viel Eigenleistung bei örtlichen Bauprojekten, wie zum Beispiel die Alte Schule, die heute als Gemeinde- und Veranstaltungshaus dient.
Es gibt auch Pläne für ein kleines Neubaugebiet: Trimport ist eigentlich das typische kleine Dorf, das sich in der modernen Lebenswelt eingerichtet hat. Die Entwicklungen und Probleme kennt man: Viele Pendler und kein Lebensmittelgeschäft mehr im Ort, dafür aber eine neue Gaststätte, die erst vor kurzer Zeit eröffnet hat und ihr Stammpublikum noch gewinnen muss.

Die Holzwirtschaft, die den Ort Jahrhunderte lang ernährt hat, kämpft immer noch mit großen Problemen. Viele Baumbestände, die inzwischen reif für den Verkauf sind, sind durch Beschuss aus dem Zweiten Weltkrieg stark beschädigt.
Da verwundert es, dass Trimport nicht verschuldet ist, sondern durch sparsames Haushalten tatsächlich bescheidene Rücklagen vorweisen kann. So ganz typisch ist die Gemeinde des Eifelbrands und der Seifenkisten eben doch nicht.
Trimport
Hubert-Prim-Str. 7
54634 Bitburg
Tel.: 06561/66-0
Fax: 06561/66410
Letzte Änderung am: 27.02.2004, 00.00 Uhr