Ein Ortsporträt von Anne Lambertsen

Wer nach Wallmerod im Oberwesterwald kommt, hat nicht das Gefühl, eine Gemeinde mit gerade 1.500 Einwohnern zu besuchen, sondern eher eine kleine Stadt. Andere Orte sind froh, wenn sie noch einen "Tante Emma-Laden" haben, in Wallmerod gibt es gleich zwei Supermärkte, drei Bäcker, drei Banken, eine Tankstelle.

Das liegt nicht daran, dass Wallmerod seit 1972 Amtssitz der Verbandsgemeinde ist. Durch seine günstige Lage ging es dem Dorf schon immer etwas besser. Der uralte Handelsweg zwischen Köln und Frankfurt, die "Hohe Straße", führte mitten durch den Ort. Dazu kam die Nähe zum Schloss Molsberg. Der Schlossherr, Graf von Walderdorff, machte Wallmerod darum 1831 zum Amtssitz. Das Dorf bekam ein Gefängnis, ein Amtsgericht, eine Amtsapotheke.

Und nicht nur historische Gebäude gibt es in Wallmerod: Die Firma Schuth hat sich auf die Restauration und auf Reparaturen von alten Traktoren und Landmaschinen spezialisiert. Lanz-Bulldogs werden hier in so genannte Eilbulldogs umgebaut - in straßentaugliche Zweisitzer. Noch heute kann man viele der alten Gebäude bewundern. Im früheren Amtsgericht ist die Verwaltung der Verbandsgemeinde untergebracht, im Gefängnis das Archiv.

Wallmerod
Gerichtsstraße 1
56414 Wallmerod
Tel: 06435/508-0
Fax: 06435/508-77
Letzte Änderung am: 16.01.2004, 00.00 Uhr