Ein Ortsporträt von Stefan Hartstang

Im Nordwesten von Rheinland-Pfalz, in der Vulkaneifel, liegt die Gemeinde Feusdorf. Erstmals erwähnt wurde der Ort im 13. Jahrhundert. Von der Waldarbeit und der Landwirtschaft konnten die Menschen dort lange Zeit überleben. Im 17. Jahrhundert wurde in Jünkerath dann eine Eisenhütte durch den Grafen von Manderscheid-Blankenheim gegründet. Lange Zeit war diese Hütte der größte Arbeitgeber in der Region. Offenplatten, Reliefs oder Figuren wurden produziert. Inzwischen gibt es in der heutigen Demag nur noch etwa 200 Arbeitsplätze und viele Feusdorfer nehmen lange Wege auf sich, um zu ihrer Arbeitsstelle zu kommen. 1 bis 2 Stunden Anreise nach Köln oder Bonn sind nichts ungewöhnliches.

Feusdorf mit seinen knapp 600 Einwohnern ist Wohngebiet geworden. Noch drei Vollerwerbslandwirte haben ihre Betriebe im Ort, jedoch gibt es nur bei einem Betrieb einen Hofnachfolger. Die Dorfstruktur hat sich verändert, aus dem früheren Wochenendhausgebiet wurde ein Wohngebiet. Viele Menschen aus dem Kölner Raum sind fest in ihre Häuser im Wohngebiet "Am Seewinkel" gezogen.

Doch den Feusdorfern sind ihre Bräuche und Geschichten wichtig. An der Chronik wird ständig weiter geschrieben, und der Brauchtumsverein hat sich den alten Sitten verschrieben. So werden noch heute Häuser getauft, die Kirmes wird mit alten Bräuchen eingeleitet, und die Junggesellen müssen sich an bestimmte Regeln halten. Feuerwehr, Musikverein und Brauchtumsverein sind auch hier besonders wichtig für den Zusammenhalt im Ort und für die Jugendarbeit. Der Musikverein Harmonie hat es in den letzten Jahren geschafft, viele Kinder und Jugendliche in den Verein zu bekommen. Knapp 40 Jugendlichen spielen mit und kommen gerne ins Gemeindehaus zu den Proben des Jugendorchesters Feusdorf.
Feusdorf
Rathausplatz 1
54584 Jünkerath
Tel.: 06597/16-0
Fax : 06597/16128
Letzte Änderung am: 19.12.2005, 00.00 Uhr