Ein Ortsporträt von Christian Gallon

Der Ortsname stammt aus dem römischen und leitet sich ab von "Sulis" = Rinne, Graben im Feld, Sumpfstelle. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort als "Sulmana" im Jahre 981. Im Laufe der Zeit wechselten die Ortsnamen über "Sulmene", "Sulheim" zu "Sulm". Sülm liegt zwischen Bitburg und Trier nur wenige Kilometer entfernt von der B 51. In dem Eifelörtchen leben 480 Einwohner. In der ländlich geprägten Gemeinde gibt es noch sechs Vollerwerbslandwirte. Der bekannteste Sülmer ist Bernhard Lemling. Der 1961 verstorbene Heimatdichter schrieb hunderte Gedichte und Lieder über seinen Heimatort und die Eifelregion. Und er war lange Jahre Chorleiter, Dirigent und Organist. Sohn Alwis, 72 Jahre alt, setzt die musikalische Tradition seines Vaters fort und übernahm von ihm vor 44 Jahren die Stelle des Organisten in Sülms katholischer Kirche. Die stammt aus dem Jahre 1826.

Und auch Ehefrau Annemarie setzt mit ihren 66 Jahren eine Tradition fort: die des Spinnens. Gelernt hat sie es von ihrer Mutter und der Großmutter. Vor allem kleinere Teppiche spinnt sie auf ihrem handgearbeiteten Spinnrad zu Hause. Alte Traditionen erhalten ist auch ein Anliegen von Bernhard Freis. Er hält Szenen alter Berufe fest - in seinen Bildern, die der gelernte Bürokaufmann seit zwölf Jahren mit Öl- und Acrylfarben malt. Doch die Sülmer leben nicht nur in der Vergangenheit ihrer Traditionen. In den bereits dreimal erweiterten Kindergarten kommen 75 Kinder aus den umliegenden sieben Gemeinden. Für andere Auswärtige ist Sülm zur zweiten Heimat geworden: für die amerikanischen Soldaten vom nahen Flughafen Spangdahlem und für die Weißrussen. Man versteht sich, spielt im gleichen Sportverein - und manchmal feiert man auch zusammen.
Sülm
Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Tel: 06561/66-0
Fax: 06561/66410
Letzte Änderung am: 10.11.2005, 00.00 Uhr