Ein Ortsporträt von Harald Hort

Wer weiß schon außerhalb des Hunsrücks, und da speziell in der Gegend nahe Trier, was eine Gehöferschaft ist? Die Hedderter wissen es, denn sie haben gleich zwei davon. Es ist ein uralter Zusammenschluß von Privatleuten, die gemeinsam ein großes Stück Wald nutzen. Jedes Jahr wird in einer geheimnisvollen Zeremonie das Recht, Holz zu schlagen unter den Mitgliedern ausgelost.

Währenddessen staut die Jugendfeuerwehr den kleinen Bach im Ort, damit genügend Wasser für die obligatorische Übung da ist. 21 Kinder reißen sich um die Mitgliedschaft. Erstaunlich, denn Heddert hat gerade einmal 280 Einwohner!

Einen Imker gibt's im Dorf und einen Viezkelterer, der jetzt gerade seine Äpfel erntet. Und dann ist da noch der Mann, der aus dem Holz, das ihm die Gehöferschaft zumißt, nicht etwa Brennholz macht, sondern wunderschöne Spielsachen.
Heddert
Rathausstr. 1
54427 Kell am See
Tel: 06589/179-0
Fax: 06589/17913
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 285 (Stand: August 2004) |
| Gemeindeart: | Wohngemeinde, landwirtschaftlich geprägt |
| Touristik: | Wanderwege, Kirmes im August, Gaststätte "Beim Albert" |
| Geschichte: | Erste gesicherte Erwähnung als Hederichsrode 1207 (Entstehung als Rodungsort). Daraus wurde 1670 Hedenroit, 1710 Heydert u. 1724 Haydert. Tatsächlich erscheint Heddert bis 1794 als Besitz des Stiftes St. Paulin, Trier. Das Stift war nur zur Hälfte Grund- u. Hochgerichtsherr. Ein Bach bildete die Grenze zum südöstl. zur Herrschaft Schillingen des Domkapitels gehörenden Ortsteils. |
| Vereine: | Heimatverein, Förderverein, Freiwillige Feuerwehr, Aerobicgruppe, Not- und Katastrophenhilfe |
Letzte Änderung am: 04.11.2005, 00.00 Uhr