Ein Ortsporträt von Lutz Herrschaft

Flußbach ist ein Vorort von Wittlich in der Eifel. Dennoch wurde im Dorf bis 1988 Wein angebaut. Ein Wingert ist übrig geblieben, der letzte Flußbacher Vertreter der raren Spezies "Eifelwinzer" keltert die Trauben allerdings nur noch für den Eigenbedarf.

Das Dorf liegt ein paar hundert Meter neben der Autobahn A1, die während der Nazizeit gebaut wurde. 1941 funktionierte man die Baracke der Bauarbeiter in ein Frauenstraflager um. Die Verhältnisse dort werden als "relativ human" geschildert - aber auf viele der zumeist französischen oder luxemburgischen Häftlinge wartete der Weitertransport ins Konzentrationslager. Heute erinnert nur der Überrest einer Betonmauer an das ehemalige Lager.

Vielfältig sind die handwerklichen Aktivitäten der Flußbacher. Man findet unter anderem feinste Häkelarbeiten, Airbrush-Motive für Motorradtanks und eine Teddybärenmanufaktur. Auch beim Neubau ihrer Kirche haben die Bewohner mit angepackt - herausgekommen ist ein für Dorfkirchen ungewöhnlicher, aber architektonisch durchaus reizvoller Bau. In einem Dorf, dessen Name gleich doppelt von Wasser kündet, erwartet man auch in dieser Hinsicht etwas Besonderes: Das bietet der Sauerbrunnen, dessen eisenhaltiges Wasser nicht nur bei den Einheimischen begehrt ist.
Flußbach
Robert-Schuman-Str. 65
54536 Kröv
Tel: 06541/706-0
Fax: 06541/706101
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 514 (Stand: 2005) |
| Gemeindeart: | Wohngemeinde |
| Touristik: | Teddybärenmanufaktur "Bär und mehr" (Ilse Haier, Sauerbrunnen (an der Straße nach Lüxem), Servatius-Kirmes (letztes Mai-Wochenende) |
| Vereine: | Frauen- und Mütterverein, Möhnenverein, Gesangverein "Liederkranz", Freiwillige Feuerwehr, Sportverein Eintracht, Motorradclub Wildsau |
Letzte Änderung am: 04.11.2005, 00.00 Uhr