Ein Ortsporträt von Lutz Näkel

Der Blick in die Sterne ist immer auch ein Blick in die Vergangenheit. Wenn Martin Dzekan abends durch sein Reflektorteleskop in die unendlichen Weiten des Universums schaut, dann sieht er ferne Sonnen, die schon lange erloschen sind. Ihr Licht erreicht oft erst Milliarden Jahre später die Erde. Martin Dzekan hat sich einen Traum erfüllt: Auf das Dach seines Hauses in Meinborn baute er sich eine Sternwarte.

Die Geschichte Meinborns reicht weit in die Vergangenheit zurück, das Dorf ist eine der ältesten bekannten Siedlungen im unteren Westerwald. Schon 821 wurde Meinborn als "Meineburo" erstmals urkundlich erwähnt. Ein gewisser Fulkwin soll der erste Meinborner gewesen sein - vielleicht war es sein Grab, das Arbeiter eines Bimsbetriebs im Sommer 1954 entdeckten. Es lag 45 Zentimeter unter der Erdoberfläche, war mit Schieferplatten abgedeckt und enthielt ein gut erhaltenes Skelett sowie einen fränkischen Dolch.

Heute ist Meinborn eine beliebte Wohngemeinde, umgeben von viel Wald und reizvollen Wandergebieten. Und auch Gewerbe gibt es hier: Michael Ebel betreibt einen Gartenbaubetrieb. Auf 4000 Quadratmetern Gewächshausfläche zieht er Chrysanthemen und Alpenveilchen.
Meinborn
Gemeindeverwaltung
Sandstraße 5
56584 Meinborn
Tel.: 02639/250
Fax. 02639/635
Letzte Änderung am: 27.10.2005, 00.00 Uhr
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