Ein Ortsporträt von Anne Lambertsen

Sayn ist ein Stadtteil von Bendorf am Rhein. Der Name des Ortes ist untrennbar mit den Fürsten zu Sayn-Wittgenstein-Sayn verbunden, einem bedeutenden Geschlecht des deutschen Hochadels. Im 12. Jahrhundert errichteten die Vorfahren der heutigen Fürstenfamilie die Sayner Burg. 1850 wurde das neugotische Schloss Residenz der Fürsten zu Sayn-Wittgenstein-Sayn.

Als der heutige Fürst Alexander und seine Frau, Fürstin Gabriela, vor mehr als dreißig Jahren nach Sayn kamen, waren Burg und Schloss Ruinen - heute ist alles wieder aufgebaut und Sayn ist ein beliebter Ausflugsort geworden. Nicht zuletzt auch wegen des Schmetterlinggartens, den die Fürstin 1987 eröffnete. 70 verschiedene Arten exotische Schmetterlinge können Besucher hier bewundern.

Auch die über 800 Jahre alte Prämonstratenser-Abtei wurde von den Sayner Grafen gegründet - besonders sehenswert: der spätgotische Kreuzgang mit dem Brunnenhaus. Ein Förderkreis kümmert sich um den Erhalt der Abtei, und die "Donnerstagsmänner" sorgen für die Gartenanlagen rund um das Gebäude. Auch die "Sayner Hütte" wird von engagierten Bürgern geschützt und betreut. Das Kulturdenkmal war einst eine der drei staatlichen Eisengießereien Preußens. Besonders beeindruckend: die historische Gieshalle, ein Meisterwerk des frühen Industriezeitalters. Hier wurde auch einst das kleinste Kunstwerk das jemals aus Eisen entstand gegossen: die "Sääner Meck" - das filigrane Modell einer Stubenfliege im Maßstab 1:1.
Sayn
Im Stadtpark 1-2
56170 Bendorf
Tel: 02622/703-0
Fax: 02622/703114
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 4.691 (Stand: 2004) |
| Gemeindeart: | Wohngemeinde, touristisch geprägt |
| Tourismus: | Wanderwege, Freibad, Burgruine, Schloss Sayn mit Rheinischem Eisenkunstguss-Museum, Garten der Schmetterlinge, Heins Mühle, mittelalterliche Abteikirche, Limesturm, Industriedenkmal Sayner Hütte, Radwandertag "Jedem Sayn Tal", Burgen- und Parkfest, "Weihnachtszauber" in Schloss Sayn, 6 Gaststätten, 2 Cafés, 3 Hotels |
| Geschichte: | Mit den Gebrüdern Heinrich I. (1139-1169) und Eberhard I. (1139-1176) tritt das Sayner Grafengeschlecht in das Licht der Geschichte. Die älteren Grafen von Sayn steigen in der Folge zu einer der mächtigsten Grafenfamilien des Nieder- und Mittelrheins auf. |
| Vereine: | Aktiv Sayn, Förderverein Bad Sayn, Freundeskreis Sayner Hütte, Karnevalsgesellschaft 1937 Sayn, Vereinigung Sayner Heimatfreunde |
Letzte Änderung am: 28.05.2008, 00.00 Uhr