Ein Ortsporträt von Gabi Keller

217 Menschen, einige Kühe und ein zahmes Wildschwein leben in Kirrweiler, dem westpfälzischen Dorf im Landkreis Kusel. Der einzige Landwirt vermarktet die Milch seiner Kühe und brennt Mirabellen. Denn rund ums Dorf gibt es viele Streuobstwiesen.

Genau so beliebt wie der Mirabellen-Schnaps ist des Landwirts zutrauliches Wildschwein. Das begrüßt auch der junge Steinmetz. Er meißelt mit Vorliebe tierische Motive. Für sein schnelles und genaues Arbeiten wurde er im Landes- und Bundeswettbewerb zu einem der besten Lehrlinge gewählt. Stabile Meißel kann er sich in der alten Dorfschmiede von Kirrweiler anfertigen lassen. Der ehemalige Schmied ist immer noch tätig und schmiedet - vom Gartenzaun bis zum Grill - fast alles selbst.

Fingerfertigkeit ist im Hobbykeller eines anderen Dorfbewohners gefragt: Er baut originalgetreue Flugzeugmodelle, die er auf einem nahe gelegenen Flugplatz starten lässt. Außerdem lebt eine Künstlerin in Kirrweiler, eine Zugezogene. Mit mutigen Pinselstrichen gestaltet sie großformatige, farbenfrohe Bilder, die entfernt an die einzelner Surrealisten erinnern.
Kirrweiler
Schulstr. 6a
67742 Lauterecken
Tel: 06382/791-0
Fax: 06382/79149
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 220 (Stand: Juni 2004) |
| Gemeindeart: | Ehemals landwirtschaftlich geprägtes Dorf, dass seine dörfliche Struktur noch bewahrt hat. |
| Tourismus: | Rundwanderwege in einer sehr schönen Landschaft mit gutem Fernblick. |
| Geschichte: | Der Ortsnamen Kirrweiler wurde von Kir abgeleitet. Kir bedeutet früher die Zugehörigkeit zu einer Sippschaft, so dass der Name Kirrweiler von einer einstigen Sippschaftssiedlung abgeleitet werden kann. 1814 stand auf der Anhöhe "Husaren-potsch" eine optische Telegraphenstation der Franzosen zur Nachrichtenübermittlung zwischen Paris und Mainz. Diese soll wieder nachgebaut werden. |
| Vereine: | Landfrauenverein, SPD-Ortsverein, Jugendförderverein, Gesangverein |
Letzte Änderung am: 31.08.2005, 00.00 Uhr