Ein Ortsporträt von Thomas Keck

Es waren einmal zwei Schwestern, die hießen Pfefferkorn, Nora die eine, Else die andere. Was so klingt wie ein Märchen, das war in Heisdorf die Wirklichkeit. Von 1922 bis 1960 lebten die beiden Junggesellinnen in dem kleinen Eifeldorf. In dieser Zeit machte Nora Pfefferkorn mit ihrem Fotoapparat manche Aufnahme. Anhand der Bilder kann man sehen, wie sich das Dorf und die Menschen verändert haben. Anstelle eines alten Bauernhauses steht heute das Feuerwehr- und Gemeindehaus. Und der kleine Junge, den die Fotografin beim "Burgbrennen" abgelichtet hat, ist heute der Altbürgermeister von Heisdorf.

Was Nora Pfefferkorn damals nicht fotografieren konnte, ist das Heisdorfer Feriendorf. Das ist erst 1963 entstanden. Und auch die Autobahn, die das Feriendorf vom eigentlichen Ort trennt, gab es damals noch längst nicht. Ebenso wenig das Gestüt Cäcilienhöhe, auf dem heute Stutenmilch produziert wird. Oder das "Café Nostalgie", das in einer alten Scheune entstanden ist. Hier kann man am Wochenende neben Kaffee und Kuchen auch das gesamte Mobiliar kaufen, ein altes Grammophon, Tische oder Stühle und allerlei Krimskrams.

Und wer will, kann sich vom Hausherrn sogar in einem uralten Citroën herumkutschieren lassen, einem Oldtimer, der sicher auch damals schon über die Straßen fuhr, als Nora Pfefferkorn ihre Eifelbilder schoss.
Heisdorf
Tiergartenstraße 54
54595 Prüm
Tel: 06551/943-0
Fax: 06551/943133
| Daten & Fakten | |
| Einwohnerzahl: | 107 (Stand: 2005) |
| Gemeindeart: | Wohngemeinde |
| Tourismus: | Feriendorf, Wanderwege, Café Nostalgie |
| Geschichte: | Erste urkundliche Erwähnung 1437, früherer Name Heisterscheid. Keine Kirche, gehört zur Pfarrei Niederlauch. |
| Vereine: | Freiwillige Feuerwehr |
Letzte Änderung am: 29.08.2005, 00.00 Uhr