Ein Ortsporträt von Gudrun Fünter

Beim Donnerbalken konnte es nicht bleiben, als Ende der 70- und Anfang der 80-Jahre immer mehr Jugendgruppen auf einem Wiesengelände in Untershausen zelteten. Die Dorfbewohner reagierten und bauten das Jugendferiendorf Untershausen. Dazu gehören sechs Holzblockhütten mit einer Koch- und Sanitärhütte, einer Versamm-lungshütte und vier Schlafhütten neben dem Zeltplatz. Das Jugendferiendorf wird bis heute rege genutzt. Gruppen aus ganz Deutschland, zum Beispiel Pfadfinder, haben Untershausen weit über den Westerwald hinaus bekannt gemacht. Obwohl man vom abgelegenen Jugendferiendorf im eigentlichen Dorf Untershausen kaum etwas mitbekommt.

Untershausen liegt übrings nicht, wie der Name vermuten lässt, unterhalb von anderen Dörfern. Ganz im Gegenteil: Auf einer Anhöhe bei Montabaur bietet der Ort seinen 540 Bewohnern eine herrliche Aussicht über den Westerwald. Die Erklärung: Der Ortsname kommt vermutlich aus dem Mittelalter, als man unterhalb eines höher gelegenen Gehöftes siedelte.

Das frühere Bauerndorf hat sich längst zur Pendlergemeinde entwickelt. Wegen der schönen Landschaft und der Nähe zur A3 ist jeder Vierte im Dorf ein Zugezogener. Aus Köln kam zum Beispiel Familie Baas - und brachte Musik mit. Von der jungen Harfinistin Bernadette Solange Baas und der angehenden Opernsängerin Alessandra Baas wird man sicherlich noch hören, nicht zuletzt über die Künstleragentur von Mutter Cornelia Baas. Die bietet mit ihrer Veranstaltungsreihe "Kultur am Freitag" jungen Künstlern aus dem Westerwald ein Forum.
Untershausen
Konrad-Adenauer-Platz 8
56410 Montabaur
Tel: 02602/126-0
Fax: 02602/126150
Letzte Änderung am: 22.07.2005, 00.00 Uhr